Kehl: Großbrand in Disco - Hunderte Gäste retten sich
- Noch ist völlig unklar, warum das Feuer ausbrechen konnte.
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Kehl. Hunderte Menschen haben sich in der Nacht auf Sonntag, 29. März, aus einer brennenden Großraum-Disco nahe der französischen Grenze retten können. Nach Angaben der Polizei konnten alle Gäste den Club rechtzeitig verlassen. Schwer verletzt wurde niemand.
Als die Feuerwehr eintraf, stand die beliebte Disco im Industriegebiet bereits in Vollbrand. Flammen schlugen aus dem Gebäude in den Nachthimmel. Nach dem stundenlangen Einsatz gilt der Club nach ersten Einschätzungen als weitgehend zerstört. Der Rettungsdienst behandelte drei Menschen wegen Stressreaktionen. Verletzungen wurden nicht festgestellt. Viele Gäste hatten den Club laut Polizei zuvor geordnet verlassen.
Schnelle Evakuierung durch Personal
Augenzeugen berichten, dass während des laufenden Betriebs plötzlich ein Alarm ausgelöst wurde. „Wir tanzten gerade, als der Alarm losging. Wir sind sofort zum Ausgang gegangen“, schilderte eine Besucherin der elsässischen Zeitung „Dernières Nouvelles d'Alsace“. Nach Angaben der Stadt Kehl befanden sich bereits alle Gäste außerhalb des Gebäudes, als die Feuerwehr eintraf.
Die Betreiber hätten schnell reagiert und die Evakuierung gut organisiert, sagte eine Sprecherin der Stadt. Mehrere Durchsagen auf Deutsch, Französisch und Englisch forderten die Besucher zum Verlassen der Disco auf. Gäste aus dem nahegelegenen Elsass berichteten, das Personal habe die Menschen ruhig zu den Ausgängen geleitet. Panik sei nicht ausgebrochen.
Beliebter Club für Gäste aus Straßburg
Die Disco liegt im Ortenaukreis unweit der Grenze zu Frankreich. Besonders am Wochenende kommen viele Besucher aus Straßburg und dem Elsass zum Feiern. Der Club bietet Platz für bis zu 1.500 Gäste sowie rund 400 Sitzplätze.
Am Sonntagmorgen drang noch dichter Rauch aus den Trümmern. Ein Bagger riss Teile der Halle ein, damit Einsatzkräfte an Glutnester gelangen konnten. Erst danach sollen Brandermittler der Kriminalpolizei das Gebäude untersuchen. Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Auch zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |