Großkontrolle in Trier: 650 Tempoverstöße am Car‑Freitag
- Laut Polizei verhielt sich der größte Teil der kontrollierten Fahrer regelkonform. (Symbolbild)
- Foto: Thomas Frey/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Trier. Beim inoffiziellen Saisonstart der Tuning‑Szene hat die Polizei rund um Trier hunderte Verkehrsverstöße festgestellt. Allein bei Geschwindigkeitskontrollen am sogenannten „Car‑Freitag“ registrierten Beamte mehr als 650 Tempoüberschreitungen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier führten die Verstöße zu mehreren Konsequenzen im Straßenverkehr. Insgesamt wurden fünf Fahrverbote verhängt. Drei Fahrzeuge stellten die Beamten sicher.
Weitere Verstöße bei Kontrollen
Neben zu hoher Geschwindigkeit registrierte die Polizei weitere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Dazu gehörten unter anderem:
- Urkundenfälschung
- Fahren ohne Fahrerlaubnis
- Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz
Zahlen zu Kontrollen und Verstößen im gesamten Bundesland Rheinland Pfalz lagen zunächst noch nicht vor.
Polizei lobt Mehrheit der Autofans
Trotz der zahlreichen Verstöße zieht die Polizei kein ausschließlich negatives Fazit. Nach Angaben des Präsidiums verhielt sich der Großteil der Fahrer regelkonform. Viele Fahrzeuge verfügten über geprüfte Umbauten. Auch der Umgang untereinander sei meist freundlich und respektvoll gewesen.
Bei den Kontrollen hätten sich teilweise sogar kurze Gespräche zwischen Beamten und Autofans ergeben. Ziel der Maßnahmen sei nicht gewesen, „die gute Laune der Autofans zu trüben“. Vielmehr sollten die Kontrollen zu mehr Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisieren.
Nürburgring bleibt zentraler Treffpunkt
Der sogenannte Car‑Freitag gilt jedes Jahr als inoffizieller Saisonauftakt der Tuning‑Szene. Größter Anziehungspunkt ist traditionell der Nürburgring. Vor allem auf den An und Abfahrtsstrecken kommt es laut Polizei häufig zu Tempoverstößen, Poserfahrten oder illegalen Rennen.
Auch lautes Aufheulen von Motoren kann für andere Verkehrsteilnehmer zur Belästigung werden oder gefährliche Situationen auslösen. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |