Großer Kokainfund im Hamburger Hafen: 690 Kilo in Holzpellets entdeckt
- Zoll und Polizei stellten im Hamburger Hafen 690 Kilogramm Kokain sicher. Die Drogen waren in einer Lieferung Holzpellets aus Brasilien versteckt.
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Hamburg. Am Montag, 27. April, machten Zoll und Polizei einen gewaltigen Drogenschmuggel öffentlich: Ermittler stellten im Hamburger Hafen insgesamt 690 Kilogramm Kokain sicher, die in einer Lieferung Holzpellets aus Brasilien versteckt waren.
Der verdächtige Container war bereits Anfang April bei einer Risikoanalyse des Zolls aufgefallen. In der Containerprüfanlage wurde die Ladung durchleuchtet, wobei Unregelmäßigkeiten beobachtet wurden. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten Einsatzkräfte zwischen den Säcken mit Holzpellets insgesamt 690 Pakete Kokain mit jeweils einem Kilogramm Gewicht. Der geschätzte Straßenverkaufswert liegt laut Ermittlern bei mehr als 14 Millionen Euro.
Bereits einen Tag nach dem Fund nahmen Fahnder den mutmaßlichen Empfänger der Lieferung fest. Es handelt sich um einen 34‑jährigen Deutsch‑Polen, der Inhaber der Firma ist, an die die Lieferung aus Brasilien gehen sollte. Die weiteren Ermittlungen führt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg, wie die Polizei Hamburg mitteilt.
Nils Gärtner, Leiter des Zollfahndungsamtes Hamburg, betonte die Bedeutung der Risikoanalyse bei der Kontrolle von Containerladungen. Sie helfe dabei, verdächtige Sendungen aus der riesigen Menge internationaler Handelsware herauszufiltern und so zu verhindern, dass große Mengen Drogen in den Umlauf gelangen.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |