Großeinsatz bei Reichenbach: Waldbrand weitgehend unter Kontrolle
- Die Panzer schlugen Schneisen in den Wald, um Abschnitte zu schaffen.
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Reichenbach. Für Menschen in der Region gilt nach dem Waldbrand zwischen Reichenbach und Kronweiler am Donnerstagabend eine vorsichtige Entwarnung: Das Feuer ist nach Angaben des Landkreises Birkenfeld in den wesentlichen Brandabschnitten unter Kontrolle.
Auf rund zehn Hektar brannten Wald und Wiesen. Zeitweise zog viel Rauch über das Gebiet. In einer Warnmeldung hatte die Integrierte Leitstelle Trier empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren.
Bundeswehr hilft mit Panzern und Hubschraubern
Zur Brandbekämpfung waren auch Panzer der Bundeswehr im Einsatz. Sie schlugen Schneisen in den Wald, damit einzelne Abschnitte besser gesichert werden konnten. Hubschrauber unterstützten die Einsatzkräfte bei der Lageerkundung und bei den Löscharbeiten.
Nach Angaben der Kreisverwaltung bestand am Abend keine Gefahr für die umliegenden Orte. Reichenbach, Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach seien aktuell nicht bedroht. Eine überörtliche Stromleitung musste wegen des Brandes zeitweise abgeschaltet werden. Die allgemeine Stromversorgung in der Region blieb laut Landkreis aber gesichert.
Auslöser war wohl ein brennendes Rallyefahrzeug
Nach bisherigem Stand wurde das Feuer durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Das Auto war laut Kreisverwaltung auf einem Feldwirtschaftsweg der Ortsgemeinde Reichenbach ohne Genehmigung unterwegs und geriet in Brand. Von dort breitete sich das Feuer demnach schnell im Gelände aus. Die Polizei ermittelt weiter.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, Bernd Alsfasser von der FWG, sagte dem SWR, in dem Gebiet sei eine Testfahrt für eine Rallye angemeldet gewesen. Am Samstag und Sonntag findet in der Eifel-Mosel-Region eine Rallye statt.
220 Einsatzkräfte im Großeinsatz
Zwischenzeitlich kämpften laut Kreisverwaltung etwa 220 Einsatzkräfte gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie auch von den Feuerwehren der Bundeswehr und der U.S.-Streitkräfte. Stark drehende Winde erschwerten die Löscharbeiten. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |