Große Suche im Bodensee: Zwei Männer nach Sprung vermisst

Die Suche war stundenlang erfolglos. | Foto: Niklas Wotschel/dpa
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Bodensee. Nach einem Badeunfall auf dem Bodensee läuft weiterhin eine große Suchaktion. Zwei Männer im Alter von 71 und 76 Jahren werden vermisst, nachdem sie vor den Augen ihrer Ehefrauen vom Boot ins Wasser gesprungen und nicht wieder aufgetaucht sind.

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 25. Juni, rund 200 Meter vor dem Hafen Kirchberg. Die beiden Paare waren mit einem Mietboot auf dem See unterwegs. Kurz nach dem Sprung ins Wasser gingen die Männer unter.

Rettungskräfte suchten noch am selben Tag stundenlang nach den Vermissten. Beteiligt waren die Wasserschutzpolizei, Feuerwehr, Taucher der DLRG sowie ein Hubschrauber. Auch Mantrailerhunde und zwei Sonargeräte kamen zum Einsatz. Ein Polizeisprecher sagte, „trotz intensiver Suche konnten die beiden verunfallten Männer am selben Tag nicht aufgefunden werden“.

Suche am Freitag fortgesetzt

Am Freitag, 26. Juni, wurde die Suche erneut aufgenommen. Die Einsatzkräfte wollen nach Angaben der Wasserschutzpolizei so lange weitersuchen, bis die Vermissten gefunden werden oder keine realistische Aussicht mehr besteht.

Der Leiter der Wasserschutzpolizeistation Friedrichshafen, Joachim Broschek, erklärte, dass deutlich mehr Kräfte als üblich im Einsatz seien. „Wir versuchen alles Menschenmögliche und haben weit über das normale Maß hinaus Rettungskräfte im Einsatz.“

Neben Booten und Tauchern werden auch Drohnen eingesetzt. Diese haben laut Einsatzkräften den Vorteil, dass sie senkrecht auf die Wasseroberfläche blicken und dadurch weniger durch Lichtreflexionen gestört werden. Nach Informationen des „Südkuriers“ sollen außerdem Leichenspürhunde von Booten aus eingesetzt werden. Sie können leblose Körper auch in großen Tiefen unter Wasser orten.

Mehrere tödliche Badeunfälle während der Hitze

Die Polizei weist darauf hin, dass es in den vergangenen heißen Tagen mehrere tödliche Badeunfälle im Südwesten gab. Beispiele aus Baden Württemberg:

  • Ein 19 Jahre alter Mann ertrank im Binninger See bei Hilzingen im Kreis Konstanz.
  • Ein 74 Jahre alter Schwimmer wurde im Badesee in Heddesheim im Rhein Neckar Kreis tot aus dem Wasser gezogen.
  • Ein 23 Jahre alter Mann ging im Epplesee bei Karlsruhe beim Baden unter.

Nach Angaben der Deutschen Lebens Rettungs Gesellschaft starben im Juni in Baden Württemberg sieben Menschen in Gewässern. Im gesamten Jahr 2025 registrierte die DLRG 43 Todesfälle durch Ertrinken. Das waren fünf weniger als im Jahr davor. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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