Großbrand in Kehler Disco: Hunderte Gäste retten sich

Noch ist völlig unklar, warum das Feuer ausbrechen konnte.  | Foto: dpa
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Kehl. Hunderte Menschen haben sich in der Nacht auf Sonntag aus einer brennenden Großraum-Disco im Ortenaukreis retten können. Das Feuer zerstörte den beliebten Club nahe der französischen Grenze weitgehend. Schwerverletzte gab es nach Angaben von Polizei und Feuerwehr nicht.

Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Zu diesem Zeitpunkt hatten jedoch alle Gäste den Club verlassen. Nach Angaben der Stadt Kehl funktionierte die Evakuierung schnell und geordnet.

„Die Betreiber haben das echt gut gemacht“, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Mehrere Durchsagen auf Deutsch, Französisch und Englisch hätten die Besucher aufgefordert, das Gebäude zu verlassen.

Berichte über dramatische Szenen

Einige Gäste schilderten gegenüber der elsässischen Zeitung „Dernières Nouvelles d'Alsace“ dramatische Momente. Eine Besucherin berichtete, der Alarm sei während des Tanzens ausgelöst worden. Auf dem Weg zum Ausgang habe sie mehrere Mädchen gesehen, deren Haare gebrannt hätten.

Die Polizei bestätigte solche Verletzungen jedoch nicht. Nach offiziellen Angaben wurden drei Menschen vom Rettungsdienst betreut. Sie waren unverletzt, standen aber unter Stress und mussten nicht ins Krankenhaus.

Beliebter Club nahe Straßburg

Der Club liegt in einem Industriegebiet unweit der Grenze zu Frankreich. Besonders viele junge Gäste aus dem nahe gelegenen Straßburg kommen dort regelmäßig zum Feiern. Die Disco bietet Platz für bis zu 1500 Menschen und verfügt über rund 400 Sitzplätze.

Am Morgen nach dem Brand lag das Gebäude weitgehend in Trümmern. Dichter Rauch drang noch aus der Halle. Ein Bagger riss Teile der Wände ein, damit die Feuerwehr Glutnester erreichen konnte.

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort. Angrenzende Gebäude waren nach Angaben der Polizei nicht gefährdet.

Erst wenn die Löscharbeiten vollständig beendet sind, können Brandermittler der Kriminalpolizei das Gebäude betreten. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch unklar. Auch zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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