Giftige Sprühwolke nach Unfall in Hermaringen – 100 Kräfte im Einsatz

Ausgetretenes Quecksilber hat einen Großeinsatz ausgelöst. (Symbolbild) | Foto: Marijan Murat/dpa
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Hermaringen. In einer Fabrik im Landkreis Heidenheim hat ein Austritt von Quecksilber am Dienstag, 28. April, einen stundenlangen Großeinsatz ausgelöst. Bei Entsorgungsarbeiten wurde ein altes Gerät beschädigt. Der hochgiftige Stoff entwich daraufhin in Form einer „Sprühwolke“.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatte der Fahrer eines Gabelstaplers das mehrere Jahrzehnte alte Gerät in einen Schrottcontainer geladen. Niemand wusste, dass sich darin Quecksilber befand. Beim Abladen ging das Gerät kaputt und das Metall trat aus.

Der Staplerfahrer reagierte laut Feuerwehr umsichtig. Er sperrte die Stelle im Freien sofort ab und setzte den Notruf ab. Der Mann sowie zwei weitere Mitarbeiter einer Entsorgungsfirma erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und kurze Zeit später wieder entlassen.

Zwischenzeitlich waren etwa 80 bis 100 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Nach Angaben der Feuerwehr gelangte kein Quecksilber in die Umwelt. Auch für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.

Spezialfirma muss Stapler und Container reinigen

Große Teile des ausgetretenen Stoffes konnten die Einsatzkräfte binden. Am Gabelstapler und am Schrottcontainer haften jedoch weiterhin Rückstände. Eine Spezialfirma soll beide nun gründlich reinigen.

Damit Regen das Quecksilber nicht verteilt, wird über der betroffenen Stelle vorübergehend ein Dach aus Holz gebaut.

Warum Quecksilber gefährlich ist

Quecksilber ist ein Schwermetall, das bereits in kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Es kann über die Haut, über Nahrung oder durch das Einatmen von Dämpfen aufgenommen werden.

Mögliche Folgen sind unter anderem:

  • Schäden am Nervensystem
  • Beeinträchtigungen des Gehirns
  • Probleme an den Nieren

Deshalb gelten bei solchen Einsätzen strenge Sicherheitsmaßnahmen für Einsatzkräfte und Beschäftigte. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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