Festnahme in Forbach: Bewaffneter Mann in Kirche gefasst
- Ein mit einem Messer bewaffneter Mann, der in der Kirche von Forbach auf der Suche nach dem Priester war, ist von der Polizei festgenommen worden. (Symbolfoto)
- Foto: Thomas Frey/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Forbach. Nach einem Polizeieinsatz in der Grenzstadt Forbach nahe Saarbrücken prüfen Ermittler, warum ein bewaffneter Mann in einer Kirche offenbar nach dem Priester suchte. Die Polizei nahm den Mann am 8. September in der Kirche Saint-Rémi im Stadtzentrum fest. Bei ihm fanden die Beamten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Sarreguemines ein Messer, drei SIM-Karten und etwas Cannabis.
Mehrere 14-Jährige aus einer angrenzenden Gesamtschule hatten den Mann zuvor „Allahu Akbar", auf Deutsch etwa „Gott ist groß", rufen hören. Sie informierten ihre Eltern, die die Polizei einschalteten. Der Priester kannte den Mann laut Staatsanwaltschaft nicht.
Verdächtiger war Nachrichtendiensten nicht wegen Terror bekannt
Der Mann wurde wegen Terrorverherrlichung, Waffenbesitzes und Drogenkonsums in Gewahrsam genommen. Bei einer Durchsuchung in der Wohnung seiner Mutter in Stiring-Wendel, einer an Saarbrücken grenzenden Gemeinde, stellten Ermittler ein Mobiltelefon und einen Laptop sicher. Die Geräte werden nun untersucht.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Festgenommene den Nachrichtendiensten nicht im Zusammenhang mit Terrorismus bekannt. Die Ermittlungen sollen klären, welches religiöse Umfeld der Verdächtige hat und wie sein psychiatrisches Profil einzuschätzen ist.
Frankreich erinnert sich an frühere Angriffe in Kirchen
Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistisch motivierter Terrortaten in Kirchen. Im Oktober 2020 tötete ein Angreifer in der Basilika von Nizza drei Menschen mit einem Messer. Im Juli 2016 ermordeten zwei Islamisten in einer katholischen Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen einen 85 Jahre alten Priester. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |