Festnahme am Flughafen: Gesuchter muss 869 Tage Haft verbüßen
- Bei Kontrollen am Flughafen Köln/Bonn nahm die Bundespolizei einen per Haftbefehl gesuchten Mann fest. Ein weiterer Reisender konnte eine Ersatzfreiheitsstrafe durch Zahlung von rund 1000 Euro abwenden.
- Foto: Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
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Köln/Bonn. Am Sonntag, 24. Mai, ist bei der Einreisekontrolle am Flughafen Köln/Bonn ein 55‑jähriger Mann aus dem Kosovo festgenommen worden.
Wie die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin berichtet, war der Mann zuvor aus Pristina eingereist. Bei der Kontrolle bemerkten Beamte, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Mannheim vorlag. Der Kosovare muss eine Haftstrafe von 869 Tagen wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verbüßen. Auffällig: Der Mann war bereits im Jahr 2009 aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben worden. Die Bundespolizisten ließen deshalb prüfen, ob der Haftbefehl noch gültig ist. Ein Bereitschaftsrichter bestätigte, dass die Verjährungsfrist 20 Jahre beträgt und erst mit dem Tag der Abschiebung beginnt. Damit blieb der Haftbefehl bestehen. Der 55‑Jährige wurde festgenommen und anschließend in die Justizvollzugsanstalt Siegburg gebracht.
Bereits am Montag, 25. Mai, fiel den Beamten am Flughafen ein weiterer Mann bei der Einreise aus Istanbul auf. Der 30‑jährige Georgier wurde von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern gesucht. Um eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen abzuwenden, musste er rund 1000 Euro bezahlen. Ein Bekannter übernahm schließlich den Betrag, sodass der Mann die Wache wieder als freier Mann verlassen konnte.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |