Ermittlungen zu Brand in Wintzenheim: Kerze war wohl Auslöser

Der Brand in einer Ferienunterkunft im Elsass forderte elf Menschenleben. (Archivbild) | Foto: Patrick Kerber/dpa
  • Der Brand in einer Ferienunterkunft im Elsass forderte elf Menschenleben. (Archivbild)
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Wintzenheim. Neue Ermittlungsergebnisse zur tödlichen Brandkatastrophe nahe Freiburg zeigen mögliche Ursachen und schwere Sicherheitsmängel. In der Ferienunterkunft im elsässischen Wintzenheim starben Anfang August 2023 insgesamt elf Menschen.

Nach Abschluss der Untersuchungen gehen Ermittler von einem fahrlässigen Brandausbruch aus. Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass ein Betreuer vor dem Schlafengehen eine Kerze brennen ließ. Die Flamme soll Möbel entzündet haben. Der Mann stand laut Bericht möglicherweise unter Alkoholeinfluss und reagierte deshalb nicht rechtzeitig auf das Feuer.

In dem Haus waren zwei Reisegruppen mit Menschen mit leichter geistiger Behinderung untergebracht. Zehn Bewohner und ein Betreuer kamen ums Leben. Der 33 Jahre alte Mitarbeiter, der die Kerze stehen gelassen haben soll, starb selbst in den Flammen. Er war in das brennende Gebäude zurückgekehrt, um Teilnehmer der Gruppe zu retten.

Mehrere Sicherheitsmängel festgestellt

Die Ermittlungen ergaben laut der Zeitung „L'Est Républicain“ außerdem deutliche Defizite beim Brandschutz und bei der Kontrolle der Unterkunft.

  • Die Ferienunterkunft war offenbar nicht offiziell als solche registriert.
  • Es gab weder Feuermelder noch Feuerlöscher.
  • Die Anlage war deshalb auch nicht entsprechend kontrolliert worden.
  • Betreuer der Reise waren nicht im Umgang mit Bränden geschult.

Nach Einschätzung der Ermittler hätte der fehlende Status der Unterkunft auffallen können. Die Besitzerin hatte zuvor Umbauten beantragt, um das Gebäude als Unterkunft zu nutzen. Auch der Organisator der Reise überprüfte offenbar nicht, ob eine offizielle Zulassung vorlag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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