Drama am Güterbahnhof Kehl: Teenager nach Stromschlag weiter in Lebensgefahr
- Der 15-Jährige kam der Oberleitung zu nah und erlitt lebensbedrohliche Verbrennungen. (Symbolbild)
- Foto: Katharina Kausche/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Kehl. Nach einem Stromschlag an einer Bahn-Oberleitung schwebt ein 15 Jahre alter Jugendlicher weiter in Lebensgefahr. Der Teenager erlitt am Güterbahnhof in Kehl im Ortenaukreis schwere Verbrennungen und befindet sich nach einer Operation weiterhin in kritischem Zustand.
Nach Angaben der Bundespolizei war der Jugendliche in der Nacht auf Dienstag, 2. Juni, auf einen Güterwagen geklettert. Dabei kam er einer Oberleitung zu nahe und erlitt einen Stromschlag. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik. Am Dienstagnachmittag wurde der 15-Jährige operiert.
Der Jugendliche hatte laut Polizei während eines Schulausflugs in einem Hotel in Kehl übernachtet. Warum er in der Nacht zum Güterbahnhof ging und auf den Waggon kletterte, ist bislang unklar. Die Bundespolizei ermittelt weiter zu den Hintergründen.
Lebensgefahr schon ohne Berührung der Oberleitung
Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, Bahnanlagen zu betreten oder auf abgestellte Waggons zu klettern. Oberleitungen führen bei der Bahn eine Spannung von rund 15.000 Volt.
- Bereits ein Abstand von etwa 1,50 Metern kann ausreichen
- Der Strom kann als Lichtbogen auf den Körper überspringen
- Die Spannung ist etwa 65 Mal stärker als aus einer Haushaltssteckdose
Schon ohne direkten Kontakt kann es dadurch zu schweren Verbrennungen oder tödlichen Verletzungen kommen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |