Brandstiftung in Sindelfingen: Senior soll Polizei bedroht haben
- Der Mann wurde festgenommen. (Symbolbild)
- Foto: Marcus Brandt/dpa
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Sindelfingen. Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Sindelfingen sind zwei Wohnungen vorerst unbewohnbar. Ein 93-jähriger Mann soll am 26. August ein Fahrzeug und das Wohnhaus im Kreis Böblingen in Brand gesetzt haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung ermittelt. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.
Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei soll der Senior bei seiner Festnahme zudem Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht haben. Er habe die Waffe aus der Jackeninnentasche gezogen und auf Einsatzkräfte gerichtet. Ob die Waffe geladen war, konnte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zunächst nicht sagen. Die Beamten überwältigten den Mann und nahmen ihn vorläufig fest.
Feuerwehr rettet Bewohner mit Drehleiter
Bei dem Brand wurde ein Mensch leicht verletzt. Weil Rauch durch das Treppenhaus zog, war der Fluchtweg für Bewohner versperrt. Die Feuerwehr rettete mehrere Menschen mit einer Drehleiter aus dem Gebäude.
Nach dem Einsatz konnten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Zwei Wohnungen bleiben nach den bisherigen Angaben jedoch unbewohnbar. Vor dem Mehrfamilienhaus gerieten außerdem zwei Autos und ein Baum in Brand.
Motiv laut Ermittlern noch unklar
Der Verdächtige wurde nach Angaben eines Polizeisprechers noch am 26. August fahrend in seinem Fahrzeug entdeckt. Er sei den Beamten im Rahmen der Ermittlungen aufgefallen. Genauere Angaben dazu machten die Behörden zunächst nicht.
Der 93-Jährige soll an einem der Autos und am Mehrfamilienhaus Feuer gelegt haben. Wie das Feuer gelegt wurde, blieb zunächst offen. Auch über ein mögliches Motiv und den geistigen Gesundheitszustand des Mannes ist nach Angaben der Ermittler bislang nichts bekannt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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