Brand in Kehler Großraum-Disco: Polizei prüft Pyro-Spur
- Noch ist völlig unklar, warum das Feuer in der Disco ausbrechen konnte.(Archiv)
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Kehl. Nach dem Großbrand in einer Disco müssen Besucher und Betreiber weiter auf die Ursache warten. Die Polizei prüft nach dem Feuer in einer Großraum-Disco in Kehl nun auch den Einsatz von sprühenden Partyfontänen.
Der Auslöser des Feuers ist nach Angaben eines Polizeisprechers weiterhin völlig unklar. Ermittler werten derzeit auch Videos aus der Brandnacht aus. Darauf sollen Partyfontänen zu sehen sein. Diese Pyroeffekte könnten nach bisherigen Erkenntnissen eine mögliche Rolle gespielt haben. Ebenso prüfen die Ermittler andere Ursachen. Dazu gehören ein technischer Defekt oder weitere bislang unbekannte Auslöser. Kriminaltechniker sollen erst in den kommenden Tagen mit der detaillierten Spurensuche am Brandort beginnen.
Erinnerungen an Brandkatastrophe in der Schweiz
Solche Partyfontänen hatten in der Silvesternacht einen verheerenden Clubbrand im Schweizer Ort Crans Montana ausgelöst. Bei der Katastrophe kamen 41 Menschen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Beim Brand in Kehl am frühen Sonntagmorgen, 29. März, konnten sich rund 750 Menschen aus der Disco rechtzeitig ins Freie retten. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand schwer verletzt.
Das Feuer breitete sich über beide Stockwerke der Halle nahe der französischen Grenze aus. Das Gebäude wurde vollständig zerstört. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden derzeit auf einen Betrag im unteren einstelligen Millionenbereich. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |