Bombenentschärfung in Stuttgart: 1400 Menschen evakuiert
- In Stuttgart wurde eine Fliegerbombe gefunden - und erfolgreich entschärft.
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Stuttgart. Für rund 1400 Menschen in Stuttgart Nord hat ein Bombenfund am Freitagmorgen eine kurzfristige Evakuierung ausgelöst. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes entschärften eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg noch am selben Tag erfolgreich.
Der Blindgänger war bei Tiefbauarbeiten entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt war ein chemischer Zünder durch die Bauarbeiten mechanisch beschädigt worden. Die Feuerwehr sprach von „höchster Brisanz“. Es bestand die Gefahr einer unkontrollierten Explosion.
Höchste Alarmstufe und Evakuierung
Zur Warnung der Bevölkerung riefen die Behörden die höchste Alarmstufe aus. Rund um den Fundort wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 250 Metern eingerichtet. Viele Einfamilienhäuser am Rand des Stuttgarter Kessels lagen innerhalb dieses Bereichs.
Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:
- Evakuierung von etwa 1400 Bewohnern
- Sperrzone von 250 Metern rund um die Fundstelle
- Einrichtung einer Notunterkunft und einer Hotline
- Umleitung einer Buslinie im betroffenen Gebiet
Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein Baggerfahrer den Fund auf einer Baustelle gemeldet. Spezialisten sicherten den Bereich und begannen anschließend mit der Entschärfung.
Bombe nach Entschärfung abtransportiert
Am Mittag konnte der Sprengkörper erfolgreich unschädlich gemacht werden. Anschließend transportierten Einsatzkräfte die Bombe in das Lager des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.
Nach dem Abtransport wurde die Sperrzone aufgehoben. Die evakuierten Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |