Wilhelma: Gepardenbrüder Sam und Frodo neu in Stuttgart

Zwei Gepardenbrüder neu in der Wilhelma
  • Die Gepardenbrüder Sam und Frodo sind neu in der Wilhelma.
  • Foto: Wilhelma Stuttgart
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Wilhelma. Ende Mai sind die Geparden Sam und Frodo in der Wilhelma angekommen. Die fast zwei Jahre alten Brüder stammen als Nachzuchten aus dem Allwetterzoo Münster.

In den vergangenen Jahren erzielte die Wilhelma Zuchterfolge bei Geparden: 2022 brachte das Weibchen Niara fünf Jungtiere zur Welt, 2025 folgten sechs. Die Tiere aus dem ersten Wurf leben inzwischen im Zoo Basel und im Longleat Safari Park in Großbritannien, der Nachwuchs von 2025 bleibt noch bei seiner Mutter.

Wilhelma: Neue Männchen sollen die genetische Vielfalt stärken

Zawadi, Vater der bisherigen Jungtiere, und sein Bruder Haraka lebten von 2019 bis 2025 in Stuttgart und zogen anschließend in den Zoo im norwegischen Kristiansand um. Mit Sam und Frodo kommen nun zwei neue Männchen in die Wilhelma, die für frisches Blut in der Population sorgen sollen.

Für die Männchen und das Weibchen der gepunkteten Katzen stehen in Stuttgart zwei unterschiedliche Anlagen zur Verfügung. Volker Grün, Leiter des Fachbereichs Zoologie in der Wilhelma, beschreibt den Hintergrund so: „In der Natur treffen bei den Geparden Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammen. Dann gehen sie getrennte Wege. Die Jungtiere bleiben bis zu 1,5 Jahre bei ihrer Mutter, die ihnen in der Zwischenzeit alle Fähigkeiten für das Überleben in der Savanne beibringt. [...] Sobald ein Weibchen nach der Entwöhnung ihrer Jungtiere wieder empfängnisbereit wird, werden daher die Karten bei der Partnerwahl wieder ganz neu gemischt.“

Koordination der Zucht in Europa und Hilfe für Namibia

Bei Wildtieren in ihren natürlichen Lebensräumen und auch in Reservepopulationen in menschlicher Obhut gilt genetische Vielfalt als zentral für das Überleben. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sagt: „Im Rahmen der Ex Situ-Programme des europäischen Zooverbands EAZA wird genau ermittelt, welche Geparde in Europas Zoos für die Zucht zueinander passen, um möglichst viel genetische Variabilität zu erhalten.“

Neben der Arbeit im Europäischen Ex Situ-Programm (EEP) für Geparden unterstützt die Wilhelma auch Artenschutzprojekte im südlichen Afrika. Seit 2021 spendet der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma jedes Jahr rund 25.000 € an den Cheetah Conservation Fund in Namibia; insgesamt kamen so bereits 156.000 € zusammen. Das Geld floss in die Ausbildung von Herdenschutzhunden, die Geparde durch ihre Präsenz von Nutztieren fernhalten sollen. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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