Weinlese an der Obermosel startet früher als üblich
- Ab der Obermosel ist es jetzt so weit: Die Weinlese beginnt. (Symbolbild)
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Perl. Für Weinfreunde im Saarland rückt der neue Jahrgang früher in den Blick: An der saarländischen Obermosel beginnt die Weinlese deutlich früher als in den vergangenen Jahren. Der Saarländische Winzerverband wertet den frühen Start als Hinweis auf einen besonderen Jahrgang.
Beschlossen wurde der Lesestart vom Leseausschuss aus Perl. Das Gremium wird von der Gemeinde gewählt und setzt sich aus Winzern und Gemeindevertretern zusammen. Es entscheidet traditionell nach einer Begehung der Lagen, wann die Ernte beginnen kann.
Trockenheit prägte die Reben
Verbandspräsident Philip M.A. Hoffmann sprach von einem Jahr mit eigener Handschrift. Wegen einer längeren Trockenperiode hätten sich die Winzer der 41 Betriebe zwischenzeitlich mehr Regen gewünscht. Der nun einsetzende Regen komme den Reben in der finalen Reifephase zugute.
Ältere Rebstöcke kamen besser zurecht
Nach Angaben Hoffmanns waren ältere, tief wurzelnde Rebstöcke im Vorteil. Sie erreichten Wasser aus tieferen Bodenschichten. Jüngere Anlagen seien stärker auf Niederschläge angewiesen, weil ihre Wurzeln noch nicht so tief reichen.
Warum Burgundersorten weiter passen
Einen grundlegenden Wechsel zu trockenheitsresistenteren Rebsorten hält Hoffmann derzeit nicht für nötig. Die kalkhaltigen Böden der saarländischen Obermosel seien sehr gute Standorte für Burgundersorten. Mit Böden und Sortenspektrum gebe es gute Voraussetzungen für hochwertige Weine auch in wärmeren und trockeneren Sommern.
Besonders gespannt ist der Winzerverband auf die Rotweine sowie auf breite, füllige Weißweine mit viel Charakter. Perls Bürgermeister Ralf Uhlenbruch, Vorsitzender des Leseausschusses, hob den Schulterschluss zwischen Gemeinde und Weinbau als prägend für Perl und die Obermosel hervor. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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