Wassereis: Warum das Zehnerles-Eis bis heute Kindheitserinnerungen weckt
- Der Klassiker an heißen Sommertagen: Wassereis schmeckt nach Kindheit und Erinnerung (bearbeitet mit KI)
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Wassereis. Es braucht nicht viel, um Erinnerungen an unbeschwerte Sommertage zu wecken: das Knacken der dünnen Plastikfolie, der erste eiskalte Schluck oder Biss in die gefrorene Masse und natürlich klebrige Finger. Für viele Kinder der 1970er-, 80er- und 90er-Jahre gehörte das sogenannte Zehnerles-Eis einfach zum Sommer dazu. Das einfache Wassereis im Plastikschlauch war günstig, bunt und an heißen Ferientagen oft die erste Wahl – ob am Kiosk, im Freibad oder aus der heimischen Gefriertruhe.
Dabei war das Zehnerles-Eis weit mehr als nur eine Erfrischung. Es war ein Stück Sommer. Ein paar Münzen in der Hosentasche reichten aus, um sich an heißen Nachmittagen eine kleine Abkühlung zu gönnen. Himbeere, Kirsch, Orange, Zitrone, Cola oder Waldmeister – die Auswahl war überschaubar, die Freude dafür umso größer. Und spätestens nach den ersten Bissen verriet eine knallrote, grüne oder blaue Zunge, welche Sorte gerade gegessen wurde.
Warum heißt es eigentlich Zehnerles-Eis?
Der Name stammt noch aus der D-Mark-Zeit. In vielen Regionen kostete ein Wassereis im Plastikschlauch früher zehn Pfennig. Aus dem „Zehnerle“ wurde schnell das Zehnerles-Eis – und obwohl es heute deutlich mehr kostet, hat sich der Name bis heute gehalten.
Doch längst heißt der Sommerklassiker nicht überall gleich. Je nach Region sprechen die Menschen vom Zehnerles-Eis, Schlaucheis, Wassereis, Eis im Schlauch oder verwenden ganz eigene Bezeichnungen. Genau das macht den kleinen Klassiker so besonders: Fast jeder kennt ihn – aber vielerorts unter einem anderen Namen.
Warum das einfache Wassereis bis heute beliebt ist
Während Eisdielen heute mit ausgefallenen Sorten, Toppings und XXL-Kreationen locken, behauptet sich das schlichte Wassereis seit Jahrzehnten. Das hat mehrere Gründe.
Es ist an heißen Tagen angenehm erfrischend, vergleichsweise günstig und passt in jede Gefriertruhe. Gerade Familien greifen deshalb bis heute gerne zu den bunten Mehrfachpackungen, die zu Hause eingefroren werden und an heißen Nachmittagen schnell für Abkühlung sorgen.
Nicht gesund - aber ein bisschen Naschenschadet auch nicht
Natürlich hat das Zehnerles-Eis nicht den Ruf eines Gesundheitsprodukts. Es besteht überwiegend aus Wasser und Zucker, dazu kommen Fruchtaromen oder Fruchtsaft. Doch wie bei vielen Süßigkeiten gilt auch hier: Die Menge macht den Unterschied. An einem heißen Sommertag ist ein Wassereis für die meisten Menschen vor allem eines – eine kleine Erfrischung und ein Stück Kindheit, das man sich zwischendurch gerne gönnt. Außerdem gibt es heute auch zuckerfreie Versionen mit natürlichen Aroma- und Farbstoffen zu kaufen - dafür muss man aber meist ein bisschen mehrt als zehn Pfennig auf den Tisch legen.
Erinnerungen, die sofort wieder da sind
Kaum ein anderes Eis ist so eng mit Erinnerungen verbunden. Das vorsichtige Aufbeißen der Spitze, das langsame Hochschieben des gefrorenen Eises im Plastikschlauch, eiskalte Lippen und klebrige Finger – für viele gehören diese kleinen Momente genauso zum Sommer wie Freibadpommes, lange Ferientage oder der Sprung ins kühle Wasser.
Vielleicht ist genau das das Geheimnis seines Erfolgs. Das Zehnerles-Eis war nie besonders luxuriös und wollte es auch nie sein. Es war einfach da – erschwinglich, unkompliziert und genau richtig, wenn die Sonne brannte. Man brauchte keinen Löffel, keine Waffel und keine ausgefallenen Zutaten. Nur ein paar Minuten Zeit und möglichst keinen Wettlauf gegen die Sonne.
Obwohl - es soll ja auch Leute geben, die den Inhalt lieber flüssig mögen, dann spielen die Hitze und der Schmelzfaktor keien Rolle mehr.
- Erinnerung aus dem Gefrierfach: Wassereis schmeckt nach Sommer und Kindheit (bearbeitet mit KI)
- Foto: Heike Schwitalla
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Bis heute gibt es den Klassiker in unzähligen Geschmacksrichtungen. Viel verändert hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dennoch nicht. Vielleicht schmeckt ein Wassereis deshalb nicht nur nach Himbeere, Cola oder Waldmeister – sondern vor allem nach Erinnerungen - an Sommerferien, Freibad und an eine Zeit, in der die größten Sorgen oft schon mit einem Zehnerle verschwanden.
Und wie heißt das Eis bei Euch?
Jetzt sind Ihr dran: Wie nennt Ihr diesen bunten Sommerklassiker? Heißt er bei Ihnen Zehnerles-Eis, Schlaucheis, Wassereis, Schleckdrink, Ice Pop, oder ganz anders? Und ganz wichtig: Was ist Eure Lieblingssorte? Wir plädieren hier ganz eindeutig für eindeutig Kirsche und Waldmeister.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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