Trauriges Geständnis von Margot Hellwig: „Freude verloren“

Die Sängerin Margot Hellwig steht beim «Adventsfest der 100000 Lichter» im Congress Centrum auf der Bühne. (zu dpa: «Margot Hellwig: «Freude am Singen verloren»») | Foto: dpa
  • Die Sängerin Margot Hellwig steht beim «Adventsfest der 100000 Lichter» im Congress Centrum auf der Bühne. (zu dpa: «Margot Hellwig: «Freude am Singen verloren»»)
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Margot Hellwig. Die Volksmusik-Ikone hat mit einem sehr persönlichen Geständnis überrascht. Seit dem Tod ihres Mannes steht für sie fest, dass sie nicht mehr singen möchte. Die Achtzigvierjährige spricht offen über den Verlust und darüber, warum ein Comeback für sie kaum vorstellbar ist.

„Seit dem Tod meines Mannes habe ich nicht mehr gesungen. Ich habe die Freude am Singen verloren“, sagte Hellwig der Münchner „Abendzeitung“. Ein Fernseh-Comeback kann sich die Sängerin derzeit nicht vorstellen. „Wenn ich nach einem Auftritt in ein leeres Haus heimkäme, würde mich das außerdem sehr traurig machen.“

Bekannt wurde Hellwig einst als Teil des Volksmusik-Duos „Servus, Gruezi und Hallo“, mit dem sie gemeinsam mit ihrer Mutter große Erfolge feierte. Bereits Mitte der Zehnerjahre verabschiedete sie sich in einer Show von Florian Silbereisen von der Bühne. Kurz darauf starb ihr Mann nach fünfundfünfzig gemeinsamen Ehejahren.

„Man darf nicht verschlampen“

Trotz der schweren Zeit hat Hellwig eine Gewohnheit aus ihrer Ehe beibehalten. Sie achtet weiterhin sehr bewusst auf ihr Auftreten im Alltag. „Ich mache mich jeden Tag zurecht. Eine Jogginghose ist nichts für mich. Mein Mann wollte immer, dass ich ordentlich daheim rumlaufe und mich für ihn herrichte. Das habe ich beibehalten“, sagte Hellwig der „AZ“. Für sie hat das auch eine grundsätzliche Bedeutung. „Das hat auch etwas mit Selbstachtung zu tun. Man darf nicht verschlampen. Auch Mama ging nie unfrisiert aus dem Haus. Sie bleibt auch heute noch ein Vorbild.“

Viele Fans verbinden mit Margot Hellwig bis heute die großen Zeiten der deutschen Volksmusik im Fernsehen. Ob sie irgendwann doch noch einmal auf einer Bühne steht, lässt die Sängerin offen. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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