Start in Stuttgart: Wasen öffnet am Freitag, 25. September

Neben dem Rummel auf dem Festgelände hoffen auch die acht Festzelte auf starken Umsatz durch feiernde Besucher. (Archivbild) | Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Neben dem Rummel auf dem Festgelände hoffen auch die acht Festzelte auf starken Umsatz durch feiernde Besucher. (Archivbild)
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Stuttgart. Für Besucher des Cannstatter Wasens stehen ab Freitag, 25. September, 17 Festtage mit Fahrgeschäften, Festzelten, Familientagen und einer erschwerten Parkplatzlage an. Das Cannstatter Volksfest läuft bis Sonntag, 11. Oktober, auf dem Wasengelände in Bad Cannstatt.

Rund 240 Schausteller, Wirte und Marktkaufleute sind nach Angaben der Veranstalter dabei. Im vergangenen Jahr kamen rund 4,2 Millionen Menschen auf den Festplatz. Wie voll es diesmal wird, hängt auch vom Wetter ab.

Eröffnung mit Fassanstich um 16 Uhr

Traditionell beginnt das Volksfest mit dem offiziellen Fassanstich. Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) will am Freitag, 25. September, um 16 Uhr anschlagen. Erst danach darf in den Festzelten und Gastronomiebetrieben Bier ausgeschenkt werden. Der Fassanstich wird deshalb per Video in andere Zelte übertragen.

Die Geschäfte auf dem Wasen sind schon ab 15 Uhr in Betrieb. Im vergangenen Jahr reichten Nopper zwei Schläge mit dem Holzhammer, bis das Bier lief.

Öffnungszeiten bis Sonntag, 11. Oktober

Nach dem Auftakt ist der Wasen montags bis freitags ab 12 Uhr geöffnet, samstags und sonntags ab 11 Uhr. Von Sonntag bis Donnerstag endet der Betrieb um 23 Uhr, freitags und samstags um Mitternacht. Am Eröffnungsfreitag kann ebenfalls bis Mitternacht gebummelt werden.

Besonders voll wird es erfahrungsgemäß an Wochenenden. Die Veranstalter verweisen vor allem auf die Samstage zwischen 16 Uhr und 19 Uhr. Wer keine Reservierung im Festzelt hat, sollte diese Zeiten möglichst meiden. Der Feiertag am Samstag, 3. Oktober, dürfte zusätzlich für starken Andrang sorgen.

Familientage mit Ermäßigungen

Für Familien können sich besonders die beiden Familientage lohnen. Sie sind für Mittwoch, 30. September, und Mittwoch, 7. Oktober, geplant. Schausteller, Gastronomen und Marktkaufleute bieten dann ermäßigte Preise an. Außerdem sind Stelzenläufer und Luftballonkünstler unterwegs.

Anreise am besten mit Bus und Bahn

Wegen der knappen Parkmöglichkeiten empfehlen Stadt und Veranstalter die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die Stadtbahn-Haltestelle Cannstatter Wasen liegt direkt am Festgelände.

Wichtige Verbindungen im Überblick:

  • Die Sonderlinie U11 fährt vom Hauptbahnhof zum Cannstatter Wasen und zurück.
  • An Werktagen fährt die U19 zum und vom Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt.
  • Die Linien U1, U2, U13 und U16 halten ebenfalls in der Nähe des Festgeländes.
  • Die S-Bahnen S1, S2 und S3 sowie viele Regionalbahnen fahren zum Bahnhof Bad Cannstatt.
  • Vom Bahnhof Bad Cannstatt sind es rund zehn Minuten zu Fuß bis zum Volksfest.

Auch die Stadtbahn-Haltestelle „Mineralbäder (Leuze)“ ist eine Alternative. Von dort ist das Volksfest zu Fuß erreichbar.

Kaum Parkplätze wegen Landwirtschaftlichem Hauptfest

Für Autofahrer ist die Lage in diesem Jahr besonders schwierig. Weil das Landwirtschaftliche Hauptfest ebenfalls Fläche auf dem Wasengelände benötigt, gibt es laut in.Stuttgart nur Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Die Veranstalter empfehlen dringend ÖPNV oder Park-and-Ride.

Motorräder können am Willi-Daume-Steg und an der Stadtbahn-Haltestelle „Cannstatter Wasen“ abgestellt werden. Fahrradstellplätze gibt es unter anderem am Eingang Krämermarkt an der König-Karls-Brücke.

Landwirtschaftliches Hauptfest läuft fast parallel

Das Landwirtschaftliche Hauptfest öffnet von Sonntag, 27. September, bis Sonntag, 4. Oktober. Die Veranstalter bezeichnen es als größte Landwirtschaftsmesse Süddeutschlands. Auf knapp 130.000 Quadratmetern präsentieren sich Hunderte Aussteller.

Geplant sind unter anderem eine Sonderschau zur modernen Kälberhaltung und Zelte mit Hunderten Tieren. Weil das Landwirtschaftliche Hauptfest alle vier Jahre stattfindet und Platz beansprucht, sprechen die Veranstalter beim Volksfest in solchen Jahren vom „kleinen Wasen“.

Sicherheit: Wasenboje als Anlaufstelle

Die „Wasenboje“ ist auch diesmal eine Anlaufstelle auf dem Festgelände. Der Container richtet sich insbesondere an Mädchen und Frauen, die Hilfe benötigen, etwa nach Belästigung, bei Orientierungsproblemen, nach dem Verlust der Gruppe oder nach zu viel Alkohol.

Die dunkelblaue Wasenboje mit neongrünem Logo ist täglich ab 15 Uhr bis zum Ende des Festbetriebs geöffnet. Das Team kann ein Taxi rufen oder Betroffene zur Polizei begleiten.

Eintritt frei, Fahrgeschäfte kosten extra

Der Bummel über das Cannstatter Volksfest kostet keinen Eintritt. Auch der Eintritt in ein Festzelt ist kostenlos. Bezahlt werden müssen Fahrgeschäfte, Schaustellerangebote, Speisen und Getränke.

Bei den Attraktionen kündigen die Veranstalter mehr als zehn Neuheiten an. Dazu gehören das Riesenrad „City Star“ und die „Wilde Maus XXL“. Außerdem sind unter anderem eine Kinderachterbahn, der Freifallturm „Fortress Tower“, Geisterbahnen, Rutschen, Kettenflieger und Autoskooter angekündigt.

Bierpreis: Beim Benz kostet die Maß 15,60 Euro

Die Maß Bier wird auf dem Wasen erneut ein Thema für viele Gäste. Im vergangenen Herbst lag der Preis je nach Festzelt zwischen 14,40 Euro und 15,20 Euro. Beim Festzelt Benz soll der Literkrug diesmal 15,60 Euro kosten. Andere Wirte wollen ihre Preise erst später nennen.

Vor mehr als zehn Jahren kostete eine Maß noch 9,80 Euro. Die Wirte verweisen auf gestiegene Kosten, vor allem bei Personal, Energie und Material.

Reservierung, Treffpunkte und Bezahlen

Wer mit einer Gruppe in ein Festzelt möchte, sollte nach Empfehlung der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart frühzeitig direkt beim jeweiligen Zelt anfragen. Reservierungen laufen über die Betreiber der acht Festzelte.

Als Treffpunkte eignen sich vor allem die Fruchtsäule und das Riesenrad, weil beide weithin sichtbar sind. Auch die Wasenboje nahe der Wasenwache ist gut zu finden.

Tiere dürfen nicht auf den Wasen mitgebracht werden. Ausgenommen sind Blindenhunde. Kartenzahlung ist in immer mehr Zelten und an Ständen möglich. Teilweise gibt es Mindestbeträge. Auf dem Gelände stehen zudem Geldautomaten. Einen interaktiven Lageplan mit Zelten, Fahrgeschäften, Marktständen und Neuheiten stellen die Veranstalter online bereit. dpa/red

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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