Staatsschutz: NDR-Nachwuchspreis 2026 geht an Faraz Shariat

Staatsschutz steht im Fokus, nachdem der Film beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney den NDR Filmpreis für den Nachwuchs 2026 gewonnen hat. | Foto:  alipko/stock.adobe.com
  • Staatsschutz steht im Fokus, nachdem der Film beim Internationalen Filmfest Emden-Norderney den NDR Filmpreis für den Nachwuchs 2026 gewonnen hat.
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Staatsschutz. Faraz Shariat hat für seinen Film am 7. Juni den NDR Filmpreis für den Nachwuchs 2026 bekommen. Vergeben wurde die Auszeichnung beim 36. Internationalen Filmfest Emden-Norderney.

Entscheidend war die Publikumswertung: Der Preis geht traditionell an den deutschen Erstlings- oder zweiten Spielfilm, der beim Festival die höchste Bewertung erhält.

Worum es in „Staatsschutz“ geht

Im Zentrum steht Staatsanwältin Seyo Kim, die nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben selbst zu ermitteln beginnt, obwohl es ihr ausdrücklich untersagt wurde. Sie bringt einen der Täter vor Gericht, vermutet aber ein rechtes Netzwerk hinter der Tat. Seyo Kim wühlt sich dafür durch alte Akten und rollt abgeschlossene Fälle neu auf. Im Gerichtssaal erlebt sie, wie schwer es ist, Gerechtigkeit in einem System zu erkämpfen, das rechte Gewalt verharmlost oder sogar deckt.

Das Team hinter dem Film

„Staatsschutz“ basiert auf einem Drehbuch von Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim, dem eine mehrjährige Recherche zugrunde liegt. „Staatsschutz“ ist Shariats zweiter Kinofilm. Shariat, 1994 in Köln geboren, studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim. 2015 gründete er gemeinsam mit Paulina Lorenz die Produktionsfirma Jünglinge Film.

Preisgeld und Kriterien

Mit Jünglinge Film produzierte Shariat auch sein Debüt „Future Drei“, das 2020 im Panorama Premiere feierte und unter anderem zwei Teddy Awards sowie zwei First Steps Awards gewann. Danach inszenierte er Episoden für „The Baby“ und „Zeit Verbrechen“ und produzierte die Serie „Schwarze Früchte“, die 2024 auf dem Tribeca Film Festival lief.

Der NDR Filmpreis für den Nachwuchs wird seit 2007 vergeben, ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet einen ersten oder zweiten programmfüllenden Spielfilm einer deutschsprachigen Regisseurin oder eines deutschsprachigen Regisseurs aus. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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