Sorge um Gaby Köster: Komikerin lebt vom Dispo
- Komikerin Gaby Köster sitzt am 17.10.2016 in Hürth (Nordrhein-Westfalen) während einer Drehpause auf einer Couch
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Gaby Köster. Die Kölner Komikerin spricht ungewöhnlich offen über ihre finanzielle Lage. Viele Jahre nach ihrem schweren Schlaganfall sind die Rücklagen aus besseren Zeiten aufgebraucht. „Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen“, sagte die 64‑Jährige dem Magazin „Bunte“. „Das macht mir wirklich schlaflose Nächte.“
Der Schlaganfall veränderte das Leben der früheren „7 Tage, 7 Köpfe“-Komikerin grundlegend. Köster verbrachte damals ein halbes Jahr in der Klinik. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl.
Deutliche Worte über Pflege und Politik
Heute richtet sie einen eindringlichen Appell an die Politik. Verantwortliche sollten einmal einen Tag auf einer Pflege- oder Intensivstation verbringen, fordert sie. „Dann würden sie sehen, was das für ein Knochenjob ist im Drei-Schichten-System und wer letztendlich darunter leidet. Sehr wahrscheinlich würden sie dann andere Gesetze machen“, sagte Köster.
Auch zur politischen Debatte über Migration äußerte sie sich deutlich. „An alle AfDler: 80 Prozent der pflegenden Menschen sind Ausländer – freut euch schon mal drauf.“
Humor und Lebensmut bleiben
Trotz finanzieller Sorgen und gesundheitlicher Folgen hat die Komikerin ihren Optimismus nicht verloren. Kleine Dinge im Alltag geben ihr Kraft. „Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint“, sagte Köster. „Und wenn sie mal nicht scheint, ziehe ich knallbunte Klamotten an und baue mir selbst eine Sonne.“
Für viele Fans bleibt genau dieser Mix aus Ehrlichkeit und Humor das Markenzeichen der Kölner Entertainerin. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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