Sorge bei Gaby Köster: TV fehlt ihr auch finanziell
- Comedian Gaby Köster bei einem Interview im Bayerischen Hof. (zu dpa: «Gaby Köster vermisst das Fernsehen»)
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Gaby Köster. Gaby Köster spricht ungewöhnlich offen über ihre Lage und macht klar, wie sehr ihr das Fernsehen fehlt. Die Schauspielerin und Komikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, dass sie den Bildschirm nicht nur emotional vermisst, sondern auch aus finanziellen Gründen.
„Also finanziell muss ich sagen: Ja, ich vermisse das Fernsehen. Ich habe auch wirklich Panik, wie es weitergeht“, sagte Köster. Für viele Fans ist das ein seltener und sehr persönlicher Einblick in das Leben der einst so präsenten Entertainerin.
Im Jahr zweitausendacht hatte ein Schlaganfall ihre erfolgreiche Karriere abrupt beendet. Heute ist Köster auf einen Rollstuhl angewiesen. Umso eindringlicher wirken ihre Worte, wenn sie über den Alltag und die Zukunft spricht.
Klare Worte zur Pflege und zur Politik
Besonders deutlich wurde Köster beim Thema Pflege. „Ich wünsche mir, dass alle Politiker mindestens mal eine Schicht von den Pflegekräften machen. Und dann sollen sie mal das Maul aufmachen. Applaus für Pflegepersonal reicht nicht, da können die weder Miete von zahlen noch sich ernähren oder ihre Kinder anständig beaufsichtigen.“
Damit richtet sie den Blick auf ein Thema, das weit über ihre eigene Geschichte hinausgeht. Köster erinnert daran, wie hart der Alltag in der Pflege ist und wie wenig gesellschaftliche Anerkennung aus ihrer Sicht im Leben der Betroffenen ankommt.
Auch für die Situation in Heimen findet sie klare Worte. Die Menschen dort hätten lange für dieses Land gearbeitet und verdienten einen anderen Umgang. Mit ihren Aussagen verbindet Köster ihr persönliches Schicksal mit einer grundsätzlichen Kritik am Zustand der Pflege.
Ein Interview, das viele Debatten berührt
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt eine weitere zugespitzte Aussage von Köster zur Herkunft vieler Beschäftigter in Pflegeheimen und Krankenhäusern. „80 Prozent aller Menschen, die in Pflegeheimen und Krankenhäusern arbeiten, sind Ausländer. Und ich freue mich auf den Tag, wenn ein AfDler irgendwo rumliegt und dann auf eine Brasilianerin angewiesen ist, die ihm hoffentlich den Arsch mit Schmirgelpapier abwischt.“
Das Interview dürfte deshalb nicht nur Fans bewegen, sondern auch neue Diskussionen über Pflege, Wertschätzung und gesellschaftlichen Umgang auslösen. Kösters Worte zeigen, wie eng Promi-Schicksal und politische Debatte in diesem Fall zusammenrücken. dpa/red
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |