Show-Aus in Rust: „Immer wieder sonntags“ endet

Mross will mit dem Format weitermachen. (Archivbild) | Foto: Silas Stein/dpa
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Rust. Fans der ARD-Schlagersendung müssen sich an diesem Sonntag auf den Abschied aus Rust einstellen: „Immer wieder sonntags“ läuft nach rund 30 Jahren ein letztes Mal im Ersten. Die Live-Show aus dem Europa-Park beginnt um 10 Uhr und war für viele Zuschauer lange ein fester Teil des Sommers.

Moderator Stefan Mross sieht das Ende der Sendung allerdings nicht als persönlichen Schlusspunkt. „Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter“, sagte der 51-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der Optimismus sei da, dass das Format weitergeführt werde.

Mross hält sich den Sommer 2027 frei

Mross sagte, er habe bereits Gespräche mit Fernsehsendern geführt, die Interesse an einer Fortführung hätten. Details nannte er nicht. Den üblichen Sendezeitraum zwischen Mai und September habe er sich für 2027 im Kalender freigehalten.

„Immer wieder sonntags“ ging 1995 erstmals auf Sendung. Seit 2005 moderiert Mross das Format. Mit Trompete, Volksmusik, Schlager und großer Nähe zum Publikum prägte er das Gesicht der Sendung.

Die Reichweite blieb bis zuletzt beachtlich. Im vergangenen Jahr schalteten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen ein. Der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.

ARD und SWR verweisen auf Sparmaßnahmen

ARD und SWR begründeten die Absetzung mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch nach neuen digitalen Formaten. Nach Darstellung des SWR steckt hinter den stabilen Quoten ein strukturelles Problem: Die Sendung erreiche heute rund 30 Prozent weniger Menschen als vor zehn Jahren, weil insgesamt weniger Menschen lineares Fernsehen schauen.

Für Mross, der im bayerischen Traunstein geboren wurde, bleibt die Entscheidung schwer nachvollziehbar. „Von mir aus hätte es in den nächsten zehn Jahren noch weitergehen können“, sagte er.

Was ihn in der letzten Sendung erwartet, weiß Mross nach eigenen Angaben kaum. Bei den Proben durfte er nicht dabei sein. Bekannt sei ihm nur, dass Andy Borg und Stefanie Hertel auftreten. Die letzten 30 Sekunden der Show sollen besonders werden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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