Riesling boomt: Warum immer mehr Winzer auf Weißwein setzen
- Rot oder weiß? Weltweit steigt eher Weißwein in der Gunst der Weintrinker. (Symbolbild)
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Bodenheim/Mainz. In deutschen Weinregionen verändert sich der Geschmack. Immer mehr Weißwein wird angebaut und getrunken. Der Anteil roter Sorten geht dagegen spürbar zurück.
Nach Angaben des Deutschen Weininstituts DWI dominieren Weißweine inzwischen klar den Weinbau. Rund 70 Prozent der Rebflächen in Deutschland sind mit weißen Sorten bepflanzt. Anfang der 2000er Jahre lag dieser Anteil noch bei 63 Prozent.
Leichtere Weine stärker gefragt
Ein Grund ist laut DWI das gewachsene Gesundheitsbewusstsein. Rotwein gilt oft als schwerer und alkoholreicher. Viele Konsumenten bevorzugen inzwischen leichtere und fruchtigere Weißweine.
Für deutsche Winzer bringt dieser Trend auch Chancen im Ausland. Besonders gefragt sind Sorten wie Riesling. Gerade in Rheinland Pfalz und Hessen ist diese Rebe weit verbreitet und prägt den Export deutscher Weißweine.
Selbst in China steigt die Nachfrage
Auch international verschiebt sich der Markt. In China etwa wächst die Nachfrage nach deutschem Weißwein. Rotwein verliert dort an Bedeutung. Das gilt sogar, obwohl die Farbe Rot traditionell als Glückssymbol gilt. Vor allem jüngere Konsumenten greifen häufiger zu Weißwein.
Rebflächen insgesamt leicht gesunken
Im Jahr 2025 umfasste die gesamte Rebfläche in Deutschland rund 102000 Hektar. Das waren etwa 1300 Hektar weniger als im Jahr zuvor.
Besonders deutlich fiel der Rückgang in Baden Württemberg aus. Dort verschwanden etwa 800 Hektar Rebfläche. Die Region hat traditionell einen hohen Anteil an Rotweinsorten.
Deutschlandweit verringerte sich die Fläche roter Reben innerhalb eines Jahres um 791 Hektar. Weiße Sorten verloren dagegen 539 Hektar. In Rheinland Pfalz und Hessen bleibt der Anbau von Weißwein insgesamt klar dominierend. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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