Premiere in Worms: Nibelungen-Festspiele starten am Freitag
- Alice Merton erzielte mit dem Welthit «No Roots» ihren Durchbruch. (Archivbild)
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Worms. Kulturinteressierte in der Region können ab Freitag, 17. Juli wieder die Nibelungen-Festspiele vor dem Dom erleben. In Worms startet die neue Inszenierung „Die Hunnenkönigin“ mit einer britischen Theatercompagnie und Live-Musik von Alice Merton.
Die Festspiele laufen bis Sonntag, 2. August. Im Mittelpunkt steht Kriemhild, die nach Siegfrieds Tod ins Lager der Hunnen wechselt und dort zur mächtigsten Frau des Kontinents wird. Die Veranstalter kündigen eine bildstarke Inszenierung zwischen Tragikomödie, Musik und körperbetontem Spiel an.
Britischer Blick auf den Nibelungenstoff
Für die diesjährige Produktion arbeiten die Festspiele mit der Londoner Gruppe Les Enfants Terribles zusammen. Intendant Nico Hofmann verspricht sich davon einen neuen Zugriff auf den Stoff. Die Künstler Oliver Lansley und James Seager sind für poetische und zugleich ungewöhnliche Bühnenbilder bekannt.
Nach Angaben der Festspiele gehört die Produktion zu den am besten vorbereiteten seit dem Start der Reihe im Jahr 2002. Vieles werde dennoch erst vor Ort entschieden, weil die Bühne vor dem Wormser Dom besondere Anforderungen mitbringe.
Alice Merton steht jeden Abend live auf der Bühne
Stärker als in früheren Jahren setzt die Inszenierung auf Musik. Dafür wurde die international bekannte Sängerin Alice Merton gewonnen, die mit „No Roots“ ihren Durchbruch hatte. Sie wird an jedem Abend live auftreten und hat für das Stück erstmals auch deutsche Texte geschrieben.
Merton beschreibt die Musik nicht nur als Begleitung, sondern als Teil der emotionalen Erzählung. Gerade bei einem Stoff über Gewalt, Verrat und Rache komme es auf die richtige Balance an.
Maria Dragus erstmals im Theater
Auch Maria Dragus betritt in Worms Neuland. Die Filmschauspielerin steht bei den Festspielen erstmals auf einer Theaterbühne. Ihre Kriemhild soll nach ihren Worten keine eindimensionale Rächerin sein, sondern eine Figur, deren Handeln aus menschlichem Schmerz entsteht.
Zum Ensemble gehören außerdem unter anderem Aram Tafreshian und Jeanette Hain.
Zusätzliche Tribünen nur noch mit Karten
Neu ist in diesem Jahr auch die Sitzordnung. Seitlich an der Hauptspielfläche gibt es erstmals zwei zusätzliche Tribünen. Nach Angaben der Organisatoren sind nur für diese Bereiche zu Wochenbeginn noch Karten erhältlich. Die Haupttribüne mit rund 1400 Plätzen ist bereits für alle Vorstellungen ausverkauft.
Verfügbar sind demnach nur noch Tickets für die neuen seitlichen Ränge. Die Preise liegen bei 60 bis 71 Euro. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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