Premiere in Worms: Nibelungen-Festspiele haben begonnen
- Maria Dragus (Kriemhild) und Aram Tafreshain (Etzel) stehen noch bis 2. August auf der Bühne. (Archivbild)
- Foto: Uwe Anspach/dpa
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Worms. In Worms hat am Freitagabend die neue Saison der Nibelungen-Festspiele begonnen. Für Besucher der Region bedeutet das bis Samstag, 2. August ein zentrales Kulturereignis vor dem Kaiserdom am Rhein.
Mit der feierlichen Premiere von „Die Hunnenkönigin“ kehrten die bekannten Figuren der Nibelungensage auf die Freilichtbühne zurück. Das Ensemble zeigte eine deutsch-englische Produktion mit Maria Dragus als Kriemhild und Aram Tafreshian als Hunnenkönig Etzel.
Aktuelle Deutung eines bekannten Epos
Die Londoner Theatercompagnie Les Enfants Terribles verbindet in „Die Hunnenkönigin“ Theater, Tanz und Musik. Die Musik stammt von Sängerin Alice Merton, bekannt durch den Titel „No Roots“. Im Mittelpunkt steht eine neue Variation der Sage um Siegfried, Hagen, Verrat und Zerstörung.
Der Stoff zählt zu den bekanntesten deutschen Erzählungen. Für Worms hat das Festival eine besondere Bedeutung, weil eine Schlüsselszene der Nibelungensage, der Streit der Königinnen, an der Dom-Nordseite verortet wird. Genau dort steht auch die Bühne.
Mehr als 1400 Gäste bei der Eröffnung
Nach rund drei Stunden Spielzeit mit Pause gab es am späten Freitagabend viel Applaus von mehr als 1400 Zuschauerinnen und Zuschauern. Zu den Premierengästen zählten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder.
Pistorius sagte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das Ringen um Krieg und Frieden in dem Stück, das sei „genau die Situation, in der wir heute leben“. Die Nibelungen-Festspiele finden seit 2002 statt. Unter der Intendanz von Nico Hofmann läuft das Festival noch bis Samstag, 2. August. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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