Numbat nicht mehr stark gefährdet: Warum diese Nachricht Hoffnung macht
- Der Numbat ist eine gestreifte Beuteltierart aus Australien.
- Foto: Perth Zoo
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Wilhelma. Der Numbat, auch Ameisenbeutler genannt, gilt auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN jetzt als „potenziell gefährdet“ statt „stark gefährdet“.
Die internationale Artenschutzbewegung „Reverse the Red“ verfolgt das Ziel, Arten nicht weiter in höhere Gefährdungskategorien rutschen zu lassen, sondern den Trend umzukehren. Nach mehr als drei Jahrzehnten Schutzarbeit gelang in Australien nun eine Rückstufung um zwei Kategorien.
Wilhelma: Unterstützung für Zucht und Auswilderung seit 2025
Eine Schlüsselrolle spielt das Zucht- und Auswilderungsprogramm des Perth Zoos. Seit 1993 stellte der Zoo insgesamt 325 dort geborene Numbats für die Wiederansiedlung in geeigneten Lebensräumen in Westaustralien, Südaustralien und New South Wales bereit.
Gemeinsam mit Naturschutzpartnern entstanden mehrere neue, sich selbst erhaltende Populationen. Während Ende der 1970er Jahre nur noch rund 300 Tiere in freier Wildbahn lebten, schätzt man den Bestand heute auf 2.000 bis 3.000 Tiere.
Artenschutz-Euro und Termiten als Schlüssel
Die Wilhelma unterstützt den Perth Zoo seit 2025 mit 10.000 Euro pro Jahr. Das Geld stammt aus dem Artenschutz-Euro, den die Besucherinnen und Besucher mit dem Eintritt leisten.
Die Mittel fließen in die Beschaffung von Termiten, der natürlichen Hauptnahrung der Numbats. In der Natur fressen Numbats fast ausschließlich Ameisen und Termiten.
So läuft die Versorgung der Zuchttiere
Um den Bedarf der Zuchttiere zu decken, sammeln Mitarbeitende des Perth Zoos jede Woche lebende Insekten im australischen Busch. Die Jungtiere wachsen dadurch unter möglichst naturnahen Bedingungen heran und bereiten sich auf die spätere Auswilderung vor.
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sagt: „Die Rückstufung des Numbats auf der Roten Liste ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Artenschutz wirkt, wenn er wissenschaftlich fundiert, langfristig angelegt und international vernetzt ist. Solche Erfolgsgeschichten brauchen wir. Sie zeigen, dass wir den Rückgang bedrohter Arten tatsächlich umkehren können – ganz im Sinne von Reverse the Red“.
Trotz der Entwicklung bleibt der Numbat auf intensive Schutzmaßnahmen angewiesen. Die Art besiedelt heute noch weniger als ein Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets, zudem bedrohen verwilderte Hauskatzen und Füchse die Tiere weiterhin. Das Zucht- und Auswilderungsprogramm des Perth Zoos läuft deshalb konsequent weiter.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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