Masterplan in Stuttgart: Wilhelma plant neue Tierwelten
- Die Stuttgarter Wilhelma schaut weit in die Zukunft. (Archivbild)
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Stuttgart. Für Besucher der Wilhelma könnten in den kommenden Jahren neue Tieranlagen und modernisierte Bereiche entstehen. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart hat einen Masterplan 2035+ vorgestellt, mit dem das Gelände langfristig erneuert und umgestaltet werden soll.
Nach Angaben der Wilhelma geht es darum, bewährte Bereiche zu erhalten und zugleich neue Maßstäbe zu setzen. Ob und wann einzelne Projekte umgesetzt werden, hängt allerdings von der Finanzierung ab. Die Wilhelma ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg.
Das Finanzministerium ordnete den Plan als langfristige Entwicklung ein. Fest finanziert sei das Gesamtpaket noch nicht. Über Mittel für einzelne Vorhaben entscheidet der Landtag jeweils im Haushalt und damit nach politischen Prioritäten und verfügbaren Geldern.
Geplant sind Savanne, Südostasien-Anlage und neue Tierbereiche
Zu den wichtigsten Vorhaben zählt eine neue afrikanische Savanne. Außerdem soll das bisherige Flusspferdhaus zu einer Südostasien-Anlage mit Schabrackentapiren, Orang-Utans und Gibbons umgebaut werden. Der Förderverein plant zudem eine frei zugängliche Anlage für Zwergflusspferde am Neckar.
Auch die Themenwelt Terra Australis soll zeitnah mit weiteren Bereichen ausgebaut werden. Vorgesehen ist dort unter anderem eine teilweise begehbare Anlage für Südliche Nacktnasenwombats. Vor dem Amazonienhaus ist zudem ein Krallenaffenbaum geplant.
Wichtig bleibt nach Angaben der Wilhelma auch der Erhalt und die Weiterentwicklung der denkmalgeschützten Gebäude. Das Elefantenhaus ist bereits eines der größten laufenden Projekte. Der Bau soll bis Anfang 2030 dauern. Zuletzt rechnete das Land mit Gesamtkosten von rund 68,5 Millionen Euro. Davon sollen 15 Millionen Euro vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma kommen. Der Spatenstich war im Januar.
Wilhelma sieht sich als Einrichtung mit internationaler Bedeutung
Der Masterplan ist bewusst nicht auf das Jahr 2035 begrenzt. Die Wilhelma verbindet damit nach eigenen Angaben Ziele im Artenschutz, in der Umweltbildung, in nachhaltiger Entwicklung und in der wissenschaftlichen Arbeit zur biologischen Vielfalt.
Die Wilhelma bezeichnet sich als einzigen zoologisch-botanischen Garten Deutschlands. Auf dem historischen Gelände mit Wurzeln in einer privaten Parkanlage von König Wilhelm I. von Württemberg werden nach eigenen Angaben rund 1.200 Tierarten sowie mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten gepflegt. Jährlich kommen demnach mehr als 1,8 Millionen Besucher. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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