Kritik bei Rock am Ring am Nürburgring: Fans klagen über Toiletten
- Auf den Campingplätzen stehen meist mobile Toiletten bereit.
- Foto: Thomas Frey/dpa
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Nürburgring. Lange Schlangen vor Toiletten und Kritik an den Duschen sorgen beim Festival Rock am Ring für Diskussionen unter Besuchern. Viele Gäste berichten auf dem Gelände und in sozialen Netzwerken von Wartezeiten und zu wenigen Sanitäranlagen.
Unter Beiträgen des offiziellen Instagram Accounts häufen sich Kommentare. Dort ist etwa zu lesen „Viel zu wenige Spülklos und dann auch noch permanent defekt“. Andere schreiben, die Duschsituation sei deutlich schlechter als im Vorjahr. Häufig wird bemängelt, dass es zu wenige Möglichkeiten gebe, Kleidung oder Handtücher aufzuhängen.
Auch auf den Campingplätzen berichten Besucher von Wartezeiten. Festivalgast Fabian (24) sagt, dass auf dem Campingplatz teilweise rund 40 Minuten für eine Toilette eingeplant werden müssen. Juliana (28) berichtet von meist etwa 15 Minuten Wartezeit. Je nach Tageszeit könne es auch länger dauern.
Die Veranstalter widersprechen dem Eindruck, dass weniger Anlagen zur Verfügung stehen. In einer Reaktion auf Instagram erklären sie, dass die gleiche Anzahl an Toiletten und Duschen wie im vergangenen Jahr aufgebaut worden sei. Dort, wo Campingflächen erweitert wurden, seien zusätzliche Kapazitäten geschaffen worden. Eine konkrete Gesamtzahl der Anlagen nannten die Organisatoren auf Nachfrage jedoch nicht.
Positive Stimmen und unterschiedliche Erfahrungen
Nicht alle Festivalbesucher sehen ein Problem. Jana (30) berichtet, dass ihr bei den Sanitäranlagen nichts Besonderes aufgefallen sei. Jakob (22) hält die Zahl der Toiletten auf den Campingplätzen für ausreichend. Phillip (21) meint jedoch, dass besonders in der Nähe der Bühnen mehr Toiletten hilfreich wären.
Auch Svenja (34), die hochschwanger ist, beschreibt überwiegend positive Erfahrungen. Beim Caravan Camping B habe sie an den Duschen bisher nicht anstehen müssen. Das komfortablere Camping habe sie bewusst wegen der Schwangerschaft gebucht. Bei längeren Schlangen hätten Mitarbeitende der Reinigungsfirma sie teilweise vorgezogen und ihr eine freie Toilette zugewiesen. Für Notfälle habe sie zusätzlich Einmal Urinellas dabei.
Festivalbesucherin Nicole (40) sagt, Beschwerden über zu wenige Toiletten gebe es bei Großveranstaltungen immer wieder. Während des Auftritts von Linkin Park sei es jedoch tatsächlich schwer gewesen, eine freie Toilette zu finden. Besucher Thomas (47) sieht vor allem die starke Auslastung des Festivalgeländes als Ursache für die Probleme. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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