Konzert-Abbruch in Ellwangen: Das steckt dahinter

Der Musiker hatte kurzzeitig ein Konzert abgebrochen. (Archivbild)   | Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Ellwangen. Besucher der Landesgartenschau in Ellwangen mussten beim Konzert von Helge Schneider am 20. August zunächst mit einem Abbruch rechnen. Nach Angaben des Veranstalters waren Probleme mit der Tontechnik der Grund dafür, dass der Auftritt des 70-jährigen Musikers nach rund 20 Minuten unterbrochen wurde.

LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny sagte der „Schwäbischen Zeitung“, an der Schnittstelle zwischen der Technik der Landesgartenschau und der Technik des Musikers habe es gehakt. Beim Soundcheck sei noch alles gut gelaufen. Vor mehreren tausend Menschen habe die Lautstärke dann aber nicht ausgereicht.

Warum der Ton nicht einfach lauter gestellt wurde

Nach Darstellung des Veranstalters kam die Technik der Landesgartenschau nur auf einem Kanal mit dem Signal aus Schneiders eigener Abmischung an. Ein einfaches Aufdrehen sei keine Lösung gewesen, weil es dann Rückkopplungen mit anderen Anlagen gegeben habe.

Powolny erklärte, man habe schnell gemerkt, dass diese technische Lage gegen rund 7.000 Menschen in Festzeltstimmung nicht ausreiche. „Dafür ist Helge Schneiders Kunst nicht gemacht“, sagte der Geschäftsführer.

Eine kurzfristige technische Lösung sei nicht möglich gewesen. Schneider und seine Band hätten dafür aufwendig neu verkabelt werden müssen. Für künftige Veranstaltungen will die Landesgartenschau nach eigenen Angaben bei Künstlern, die ihren Ton selbst abmischen wollen, einen noch gründlicheren Soundcheck machen.

Schneider kam zurück auf die Bühne

Schneider hatte seinen Auftritt zunächst abgebrochen. Medienberichten zufolge sagte er: „Eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren und auf die Gage verzichten. Ich habe keine Lust mehr.“ Zuvor soll es aus dem Publikum Rufe nach mehr Lautstärke gegeben haben.

Powolny ging danach selbst auf die Bühne und erklärte den Gästen, dass Schneider wegen der technischen Probleme nicht in den „Flow“ komme. Das Publikum habe die Wahl zwischen einem stillen Abend mit Helge Schneider oder gar keinem Abend mit ihm. Anschließend kehrte Schneider zurück und spielte noch rund anderthalb Stunden.

Veranstalter weist Spekulationen zurück

Nach dem Abgang war in sozialen Medien über mögliche Star-Allüren des Musikers spekuliert worden. Powolny wies diesen Eindruck zurück. „Das kann ich so nicht bestätigen“, sagte er.

Hinter der Bühne habe man gemeinsam professionell abgewogen, wie der Abend noch zu retten sei. Dabei seien verschiedene Möglichkeiten besprochen worden, vom kompletten Abbruch bis zum Versuch, das Maximum aus der vorhandenen Technik herauszuholen. Auch dem Publikum macht Powolny keinen Vorwurf. Bei einer Gartenschau kämen sehr unterschiedliche Menschen zusammen, von eingefleischten Schneider-Fans bis zu Besuchern, die den Auftritt eher nebenbei verfolgen. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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