Konfrontation: Amthor spricht über Vorwürfe, Feminismus und Beziehung

Konfrontation: Philipp Amthor im Gespräch mit Markus Feldenkirchen | Foto: WDR Westdeutscher Rundfunk, Foto: Kathrin Heller
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Konfrontation. Philipp Amthor geht in der ARD-Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor“ auf die Korruptionsvorwürfe gegen ihn ein. Im Gespräch sagt der CDU-Politiker selbstkritisch, er habe bei der moralischen Bewertung „den völlig falschen Kompass gehabt“.

Die Sendung läuft am 20. April um 22.50 Uhr im Ersten. In der ARD Mediathek steht sie bereits ab 17 Uhr bereit.

Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor: Der „falsche Kompass“

Im Interview mit Markus Feldenkirchen spricht Amthor erstmals ausführlich über seine Nebentätigkeit für das Start-up Augustus Intelligence. Öffentlich wurde der Lobby-Skandal 2020 durch Recherchen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Amthor beschreibt dabei, woran er sein Handeln heute misst: „Maßstab für einen Politiker ist nicht nur die Frage, was juristisch richtig ist. Sondern der Maßstab ist auch, was einer moralischen Bewertung standhält. Dort habe ich den völlig falschen Kompass gehabt.“

Warum er das Engagement heute „großen Fehler“ nennt

Auch zu einem Brief an den damaligen Wirtschaftsminister Peter Altmaier wird Amthor konkret. Er sagt über sein damaliges Engagement: „Das hätte ich rückblickend nicht machen sollen. Ich hätte den Brief an Wirtschaftsminister Altmaier nicht schreiben sollen, ich hätte auch die Nebentätigkeit nicht übernehmen sollen“, sagt der CDU-Politiker.

Aus dem Skandal habe er Lehren gezogen und betont die Bedeutung von Distanz bei Nebentätigkeiten: „Ich habe daraus gelernt, dass es schon beim ersten Anschein darum gehen muss, die Integrität der Abgeordneten als Abgeordnete als höchstes Gut voranzustellen, dass man eine größere Distanz auch wählen muss zu Nebentätigkeiten. Ich würde derartige Nebentätigkeiten nicht mehr übernehmen“, sagt Philipp Amthor im TV-Gespräch.

Feminismus, Beziehung, Selbstbild

Neben den Vorwürfen spricht Amthor auch über die Frage, ob er sich als Feminist sieht, sowie über seine Beziehung zur Historikerin Carlotta Voß. Auf die Feminismus-Frage antwortet er: „Das sollte jeder Mann sein. Die Frage ist, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Wenn man sich dafür einsetzt, dass es eine gleichberechtigte Gesellschaft gibt, dann ist das etwas, das für Konservative genauso wichtig sein sollte.“ [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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