Klare Worte von Hape Kerkeling: Streit um Eintritt im Kölner Dom
- Schauspieler Hape Kerkeling kommt zur Weltpremiere des Films „Extrawurst“ in das Kino Lichtburg. Der Film startet am 15.01.2026 in den deutschen Kinos. (zu dpa: «Hape Kerkeling gegen Eintritt für Kölner Dom»)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Hape Kerkeling. Mit deutlichen Worten meldet sich der Entertainer im Streit um geplante Eintrittsgelder für den Kölner Dom zu Wort. Für ihn ist die Idee kaum vorstellbar und trifft einen Nerv, der weit über Köln hinausreicht.
Am Dienstag reagierte Hape Kerkeling auf die Ankündigung des Domkapitels, künftig von Touristen Eintritt zu verlangen. «Unmöglich! Das geht nicht», sagte der Schauspieler und Buchautor der Deutschen Presse-Agentur. «Die Zeiten ändern sich – aber Eintrittsgeld für den Dom? Wer hat sich das denn ausgedacht?»
Die Aussagen verbreiteten sich schnell und sorgten für Diskussionen. Der Kölner Dom gilt für viele Menschen als spiritueller Ort, kulturelles Wahrzeichen und offenes Haus. Kerkelings Kritik spricht damit auch zahlreichen Besuchern aus dem Herzen.
Warum der Dom Geld verlangen will
Das Domkapitel hatte angekündigt, mit Eintrittsgeldern auf steigende Kosten zu reagieren. Pflege, Schutz und der laufende Betrieb des Doms seien zuletzt deutlich teurer geworden. Gottesdienstbesucher und Menschen, die zum Gebet kommen, sollen weiterhin kostenfreien Zugang erhalten. Auch Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins müssen nichts bezahlen.
Die Debatte zeigt, wie sensibel das Thema ist. Zwischen Tourismus, Denkmalschutz und religiöser Bedeutung prallen unterschiedliche Erwartungen aufeinander. Ob die Pläne in der angekündigten Form umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |