Historischer Rekord: Früheste Weinlese aller Zeiten hat begonnen
- Weinlese beginnt so früh wie nie. (Archivbild)
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Bodenheim. Weinfreunde und Käufer können sich in diesem Jahr früher als gewohnt auf den neuen Jahrgang einstellen: In Bodenheim meldet das Deutsche Weininstitut den frühesten Start der Weinlese seit Beginn der regelmäßigen Erfassung. „Das war in allen Weinanbaugebieten der früheste Lesestart überhaupt“, sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in der rheinhessischen Gemeinde. Einige Winzer hätten dafür sogar ihren Urlaub abgebrochen.
Lese läuft ab Montag, 31. August, im großen Stil
Nicht nur Trauben für Federweißen und Sektgrundweine seien bereits geerntet worden. Auch erste Trauben für Spitzenweine sind laut Büscher schon in den Kellern. In der Woche ab Montag, 31. August, soll die Hauptlese dann im großen Stil starten.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren beginne die Hauptlese noch einmal ein bis zwei Wochen früher. Gegenüber der Zeit vor 30 oder 40 Jahren liege der Start nach Einschätzung von Büscher sogar rund vier Wochen früher.
Warum frühes Ernten wichtig ist
Die frühe Ernte in den Weinbergen hängt vor allem mit den Mostgewichten zusammen. Winzer wollen vermeiden, dass sich zu viel Zucker in den Trauben sammelt. Das würde eher kräftige Weine mit mehr Alkohol begünstigen. Gefragt seien derzeit aber leichtere Weine mit geringerem Alkoholgehalt. Bei großer Hitze kann zudem Fruchtsäure abgebaut werden, die als typisch für deutschen Wein gilt.
Ernte könnte schon im September enden
Die Traubenlese werde voraussichtlich bereits im September abgeschlossen sein. „Das wird eine sehr schnelle Lese, weil fast alle Sorten gleichzeitig reif sind“, sagte Büscher. Entscheidend bleibe die Witterung. Ein größerer Regen könne die Ernte zusätzlich stark beschleunigen.
Gute Qualität, aber kleinere Erträge
Nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts sind die Trauben weiterhin gesund. Das lasse aromatische Weine erwarten. Die Winzer seien mit der Qualität der bereits eingeholten Trauben sehr zufrieden. Der Ertrag dürfte jedoch unterdurchschnittlich ausfallen, weil die Trauben kleiner sind als sonst. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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