Hirschhausen und die Deepfake-Mafia: So groß ist das Fake-Problem

Hirschhausen und die Deepfake-Mafia. F*CK DEEPFAKES! | Foto: ARD Das Erste
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Hirschhausen und die Deepfake-Mafia. Deepfakes sind längst mehr als ein schräger Internet-Gag, zwei neue ARD-Dokus zeigen, wie schnell daraus Betrug, Datenmissbrauch und digitale Gewalt werden. Am 4. Mai laufen gleich zwei Filme, mit Eckart von Hirschhausen im Ersten und Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes in der ARD Mediathek.

Eckart von Hirschhausen folgt in „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie. Die Recherche führt von Deutschland über Bulgarien bis nach Brasilien und nimmt dabei auch internationale Datenhändler und ihre Strukturen in den Blick.

Was Eckart von Hirschhausen in der Betrugsindustrie findet

„Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ läuft am 4. Mai um 20.15 Uhr im Ersten, die ARD Mediathek bietet den Film schon ab dem 1. Mai an. Inhaltlich geht es um die Frage, wie organisiert die Szene inzwischen arbeitet und wie stark sie von Datenströmen und digitaler Infrastruktur profitiert.

Parallel setzt „F*CK DEEPFAKES!“ einen anderen Schwerpunkt: Der Film zeigt, wie manipulierte Inhalte entstehen, wie sie wirken und wem sie schaden. Collien Fernandes macht dabei auch sichtbar, wie niedrig die Hürden inzwischen sind, um mit frei verfügbaren Tools täuschend echte Fakes zu bauen.

F*CK DEEPFAKES!: Wenn Tools täuschen und Menschen leiden

Im Film spricht Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes, die sich seit Jahren mit dem Thema Deepfakes und digitale Gewalt beschäftigt und sich für strengere Gesetze und mehr Schutz von Opfern engagiert, mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Ehemaliger Meta-Sicherheitsbeauftragter Sandeep Abraham schildert dabei, wie interne Mechanismen der Plattformökonomie funktionieren und wie milliardenschwere Werbesysteme auch von betrügerischen Inhalten profitieren.

Auch die Organisation HateAid kommt vor, die sich für die Rechte von Betroffenen digitaler Gewalt einsetzt. Fernandes und Eckart von Hirschhausen sprechen dort über die Frage, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Schutzmechanismen stärker werden müssten.

Schulklasse, Selbstverteidigung und Heatmaps gegen Fakes

Konkrete Lösungsansätze gehören ebenfalls zum Paket: Gemeinsam mit einer Berliner Schulklasse diskutieren Fernandes und Hirschhausen zusammen mit Digitalberater Gavin Karlmeier Strategien zur digitalen Selbstverteidigung. Dabei geht es auch um die Abwägung, wie sinnvoll Social-Media-Verbote, Klarnamenpflicht und Identifikationspflichten wirklich sind.

Anika Gruner vom Start-up Neuromancer zeigt außerdem, wie sich Deepfakes technisch entlarven lassen, etwa über KI-gesteuerte forensische Analysen, die manipulierte Bildstrukturen mithilfe sogenannter „Heatmaps“ sichtbar machen. „F*CK DEEPFAKES!“ startet am 4. Mai in der ARD Mediathek, „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ läuft am 4. Mai um 20.15 Uhr im Ersten und steht ab dem 1. Mai in der ARD Mediathek. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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