Gold wird immer teurer, aber wer bezahlt wirklich den Boom?

„Das Geschäft mit dem Gold – Wer zahlt den Preis?“ | Foto: 3sat
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TV-Tipp. Gold gilt vielen als sicherer Hafen, doch der aktuelle Boom hat eine Schattenseite. Die 3sat-Doku „Das Geschäft mit dem Gold – Wer zahlt den Preis?“ folgt der Route des Goldes und zeigt, wer am Ende die Risiken trägt.

Am 15. April um 20.15 Uhr führt die Reportage von den Philippinen über die Schweiz bis nach Indien. Im Fokus stehen Profite, Abhängigkeiten und das Leben jenseits des goldenen Glanzes.

Goldabbau auf den Philippinen: Tauchen im Schlammloch

Die Reise startet dort, wo das Edelmetall aus dem Boden kommt. Auf den Philippinen tauchen Goldschürfer beim sogenannten „Compressor mining“ bis zu vier Stunden lang in ein dunkles, kaltes Schlammloch, ein alter Kompressor liefert Atemluft. Offiziell ist diese Methode verboten, doch sie wird geduldet, weil zu viele Menschen davon abhängig sind. Der 42-jährige Familienvater Zaldy N. Serrano geht das Risiko ein, um seine Familie zu ernähren, und trotzdem verdienen die Goldschürfer oft nur wenige Euro am Tag.

In der Schweiz landet ein großer Teil des Goldes im internationalen Handel. Dort sitzen auch vier der weltweit größten Raffinerien, und ein neues Zollgesetz verpflichtet sie, ihre Goldquellen sorgfältiger zu prüfen. „Wir haben klar definiert: Illegales Gold, informelles Gold oder kriminelles Gold hat keinen Platz in der Schweiz und schon gar nicht in unseren Produktionshallen“, erläutert Christoph Wild, Präsident der „Schweizerischen Vereinigung der Edelmetallfabrikanten und -händler“.

In Indien trifft der hohe Goldpreis eine Tradition im Kern: Mitgift in Form von Goldschmuck. Filmemacher Patrick A. Hafner begleitet eine Familie mit fünf Töchtern, von denen drei bald heiraten sollen, und schon ein Set aus 22-karätigem Gold kostet laut Doku mindestens 25.000 Euro. „Beim Schmieden von Heiratsallianzen müssen wir uns wahrscheinlich nach ärmeren Familien oder älteren Männern umsehen, die uns akzeptieren werden“, sagt Vater Brijpal Bhati. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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