Flamingo-Babys in der Wilhelma: Warum sie noch gar nicht rosa sind

Vier kleine Stelzvögel auf ihren ersten Schritten
  • Bei den Rosaflamingos in der Wilhelma gab es vierfachen Nachwuchs.
  • Foto: Wilhelma Stuttgart
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Wilhelma. In der Flamingogruppe der Wilhelma sind in der ersten Junihälfte vier Jungvögel geschlüpft. Nach der Brut im dicht bewachsenen hinteren Teil der Anlage zeigen sich die Küken inzwischen öfter auf Erkundungstour. Mit grauem Dunengefieder und noch kurzen Beinen heben sie sich deutlich von den rosafarbenen erwachsenen Tieren ab.

Wilhelma: So brüten Flamingos und so wächst der Nachwuchs auf

Flamingos brüten auf selbst mit Schlamm aufgebauten Hügeln, an deren Oberseite sie eine flache Brutmulde formen. Pro Gelege bleibt es in der Regel bei einem Ei, das beide Elternteile bebrüten. Nach rund vier Wochen Brutzeit schlüpft der Nachwuchs.

Schon wenige Tage später verlassen die Jungvögel ihr Nest und schließen sich mit anderen Küken zu einer Art „Kindergarten“ zusammen. Dort verbringen sie den Großteil des Tages gemeinsam, während die Eltern sie weiter versorgen.

Erkennen über Rufe und späte Rosafärbung

„Obwohl sich die Jungvögel in einer Gruppe aufhalten, findet jedes Küken seine Eltern wieder“, erklärt Andreas Frei, Vogel-Kurator der Wilhelma. „Flamingos erkennen sich an ihren individuellen Rufen. Das funktioniert in der Natur sogar in großen Kolonien mit Hunderten oder Tausenden von Vögeln.“

Der Name Rosaflamingo zeigt sich beim Nachwuchs erst mit der Zeit: Die Küken schlüpfen mit weichem, grauem Dunenkleid, das spätere Federkleid entwickelt sich schrittweise. Die kräftigen Rosatöne im Gefieder, am Schnabel und an den Beinen erscheinen meist erst im 3. oder 4. Lebensjahr.

Wie Flamingos Nahrung aus dem Wasser filtern

Flamingos suchen Nahrung, indem sie mit ihren nach unten gebogenen Schnäbeln kleine Krebstiere, Insektenlarven und andere Kleinstlebewesen aus dem Wasser filtern. Dafür halten sie den Kopf oft kopfüber ins Wasser und pumpen mit der Zunge Wasser durch feine Lamellen im Schnabel. Dieses Zusammenspiel bildet ein spezialisiertes Filtersystem.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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