Festival am Nürburgring: 90.000 feiern Rock am Ring
- Viele Acts wurden vom Regen verschont.
- Foto: Thomas Frey/dpa
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Nürburgring. Zehntausende Musikfans haben am Nürburgring ein weitgehend friedliches Festivalwochenende erlebt. Trotz Regen, Schlamm und voller Campingplätze zog Rock am Ring von Freitag, 5. Juni, bis Sonntag, 7. Juni, rund 90.000 Besucher in die Eifel.
Das traditionsreiche Festival fand in diesem Jahr zum 41. Mal statt. Etwa 70 Acts spielten auf drei Bühnen. Parallel lief das Zwillingsfestival Rock im Park in Nürnberg. Für das kommende Jahr kündigten die Veranstalter bereits einen ersten Headliner an. Der erste Auftritt von Blink 182 in der Eifel wurde am Freitagabend unter Jubel mit Feuerwerk und LED Anzeige bekanntgegeben.
Große Namen auf der Bühne
Zu den Höhepunkten des Wochenendes gehörten internationale Rock und Metalbands. Besonders die Auftritte der Headliner sorgten für dichte Menschenmengen vor den Bühnen.
- Freitag: Linkin Park, Limp Bizkit und Papa Roach
- Samstag: Electric Callboy, Volbeat und Bad Omens
- Sonntag: The Offspring und Iron Maiden als Abschluss
Papa Roach sorgten am Freitagabend zusätzlich für Aufsehen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände, während die Band die Menge auf ihren Auftritt einstimmte. Linkin Park lieferten später eine Mischung aus emotionalen Momenten und harten Gitarrenriffs. Sängerin Emily Armstrong stand dabei besonders im Mittelpunkt.
Schlamm auf den Campingplätzen
Vor dem Festival hatten starke Regenfälle viele Campingflächen aufgeweicht. Besucher berichteten von tiefem Schlamm auf den Wegen. Einige Zelte standen zeitweise im Wasser. Eine Festivalbesucherin sprach scherzhaft von einer „Wattwanderung“ vor ihrem Zelt.
Viele Gäste nahmen die Bedingungen mit Humor. Auf den Campingplätzen entstanden improvisierte Spiele und Wettbewerbe. Andere lasen gemeinsam laut aus alten Bravo Rubriken oder nutzten Dosen und Pavillonstangen als provisorischen Golfplatz.
Kritik an Toiletten und Duschen
Unzufriedenheit gab es bei der Infrastruktur. In sozialen Netzwerken kritisierten Besucher vor allem die Zahl der Toiletten und Duschen. Teilweise mussten Gäste nach eigenen Angaben bis zu 40 Minuten warten.
Die Veranstalter erklärten online, es seien die gleichen Anlagen wie im Vorjahr im Einsatz. Wo Campingflächen erweitert wurden, seien zusätzliche Kapazitäten geschaffen worden. Konkrete Zahlen zu den Toilettenanlagen nannten sie jedoch nicht.
Rettungsdienst und Polizei ziehen Bilanz
Nach Angaben der Polizei blieb das Festival größtenteils friedlich. Die Einsatzkräfte registrierten bis Sonntagmittag nur ein sehr geringes Straftatenaufkommen.
Das Deutsche Rote Kreuz meldete bis Sonntagnachmittag rund 740 Rettungsdiensteinsätze. Vier Menschen wurden per Hubschrauber in Spezialkliniken geflogen. Dabei handelte es sich unter anderem um Knochen und Bänderverletzungen. Insgesamt liege die Zahl der Einsätze im Rahmen der Vorjahre.
Abreise läuft bereits an
Bereits am Sonntagvormittag begann die Abreise vieler Besucher. Der ADAC berichtete von einzelnen Fahrzeugen, die aus dem Schlamm gezogen werden mussten. Außerdem kam es zu typischen Pannen wie leeren Autobatterien oder eingeschlossenen Autoschlüsseln.
Der Automobilclub rechnet bis Montagmorgen mit zunehmendem Verkehr rund um den Nürburgring. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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