Federweißer-Saison startet früh: Weinlese in der Pfalz hat begonnen
- Der erste Federweiße ist schon in den nächsten Tagen zu haben. (Symbolbild)
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Neustadt-Geinsheim. Für Weinfreunde in der Pfalz und in Baden beginnt die Federweißer-Saison in diesem Jahr früher als üblich: Die Weinlese hat in dieser Woche begonnen.
Nach Angaben des Deutschen Weininstituts waren die ersten Trauben bereits außergewöhnlich süß. Den Anfang machte in Neustadt-Geinsheim an der Weinstraße die frühreife Sorte Solaris.
Lesestart rund eine Woche früher
Mit dem Beginn der Lese in der zweiten Augustwoche startet die Traubenernte für den neuen Jahrgang etwa eine Woche früher als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Noch früher hatte die Lese nur 2018 und 2020 begonnen.
In den nächsten Tagen soll auch die Lese für Sektgrundweine anlaufen. Danach geht die Ernte nach Angaben des DWI nahtlos in frühreife Rebsorten für die Weinbereitung über.
- Ab Ende der Woche soll es allmählich den ersten Federweißen geben.
- Foto: Andreas Arnold/dpa
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Wetter bleibt für die Reife wichtig
Etwas niedrigere Temperaturen in der kommenden Woche gelten als günstig für die Trauben. Auch Regen kann helfen. Zu viel Niederschlag wäre nach Einschätzung des DWI aber problematisch. Während der Lese sollte es trocken bleiben. Auffällig ist in diesem Jahr laut DWI zudem, dass die Trauben nicht nur besonders süß, sondern auch vergleichsweise klein sind.
Was Federweißer besonders macht
Federweißer wird auf dem Weg vom Most zum Wein getrunken. Ideal ist laut DWI ein Alkoholgehalt von etwa fünf Prozent. Zu Beginn ist das Getränk süßer. Mit fortschreitender Gärung steigt der Alkoholgehalt.
Weil Federweißer in der Flasche weiter gärt, muss er stehend gelagert werden. Er wird in nicht ganz dicht verschlossenen Flaschen verkauft, damit Kohlensäure entweichen kann. Der teilweise gegorene Traubenmost ist nur begrenzt haltbar und kann nicht exportiert werden.
Auch rote Varianten sind erhältlich
Neben dem klassischen Federweißen gibt es auch seltenere rote Varianten. Sie werden etwa als Federroter oder Roter Rauscher bezeichnet.
Das saisonale Regionalprodukt gilt als frisch, prickelnd, spritzig und süß. Häufig wird es zu Zwiebelkuchen oder Flammkuchen getrunken. Bundesweit werden nach Schätzung des DWI pro Jahr fünf bis sechs Millionen Liter verkauft. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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