Die Toten Hosen - Das letzte Album: So nah kommt diese Doku ran
- Die Toten Hosen - Das letzte Album: Die Doku begleitet die Band über zwei Jahre bei der Arbeit an ihrem letzten Studioalbum.
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Die Toten Hosen - Das letzte Album. Für ihren Abschied aus dem Studio ziehen Die Toten Hosen monatelang wie in eine Männer-WG, um gemeinsam ihr letztes Album zu schreiben. Der 90-minütige Dokumentarfilm begleitet Campino, Andi, Breiti und Kuddel über zwei Jahre, ab sofort läuft er in der ARD Mediathek.
Im Zentrum steht die Studioarbeit: Komponieren, Texten, Entscheidungen treffen, und das unter spürbarem Druck. Campino sagt über die Frage, wie man das Ganze beendet: „Vielleicht brennt es in mir am meisten, diese Frage, wie man was mit Würde zu Ende bringt", gesteht Campino offen.
Die Toten Hosen - Das letzte Album: Der Moment, in dem klar wird, was auf dem Spiel steht
Für Bassist Andi Meurer ist die Dimension schnell da: „Die Vorstellung, das ist das letzte Mal, dass wir ein Album machen, das ist schon etwas Besonderes", hebt Bassist Andi Meurer die Tragweite des Vorhabens hervor. Am Ende des Prozesses klingt dennoch Erleichterung durch, vor allem bei Gitarrist Kuddel.
„Die letzte Listening-Session vom finalen Album: Ich empfinde das als totale Punktlandung, auf den letzten Drücker und extrem gelungen. Jedes Stück klingt super, Campi singt super, Voms Schlagzeug ist Hammer, die Gitarren klingen gut. Es gibt grad nichts zu meckern. Das genieße ich gerade und das koste ich gerade voll aus", sagt Kuddel.
Zwischen Zufriedenheit und Wehmut
Campino beschreibt den Abschluss ähnlich, aber nicht ohne Schwere: „Also, ich habe ein gutes Gefühl bei dem Album. Die Stücke sind stark, und mir macht das total Spaß", beschreibt er den Abschluss. „Aber dass das jetzt das Ende ist, ist schwer. Ich fühle keine Euphorie. Ich bin betrübt", sagt er.
Kuddel ist mit der Entscheidung, dass es das letzte reguläre Studioalbum ist, nicht glücklich: „Ich hätte mich nicht so entschieden." Damit schwingt am Schluss auch Wehmut nach 43 Jahren Bandgeschichte mit.
Ein Abschied, der im Studio beginnt
Musikproduzent Vincent Sorg, der seit 15 Jahren mit der Band arbeitet und das letzte Album produziert hat, fasst den Einschnitt so zusammen: „Und ein Teil, der die Toten Hosen auch ausgemacht hat, das ist neue Lieder zu machen und die im Studio aufzunehmen, der endet. Und dass das wie Abschied von einem guten Freund nehmen ist, das verstehe ich dann auch", sagt Sorg.
Die Doku läuft am 23. Mai um 23.25 Uhr im Ersten und steht schon jetzt in der ARD Mediathek unter Die Toten Hosen - Das letzte Album bereit. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |