Auszeichnung für Mainz: Staatstheater ist Opernhaus des Jahres
- Die Fachzeitschrift «Opernwelt» hat das Staatstheater Mainz zum Opernhaus des Jahres ernannt. (Archivbild)
- Foto: Arne Dedert/dpa
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Mainz. Kulturinteressierte in Rheinland-Pfalz bekommen eine bundesweit beachtete Bestätigung für die Opernszene in Mainz: Das Staatstheater Mainz ist in einer Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“ zum Opernhaus des Jahres gewählt worden.
Das Haus unter Leitung von Markus Müller überzeugte nach Angaben des Magazins 40 internationale Kritikerinnen und Kritiker. In der Begründung werden ein „dramaturgisch bezwingender, couragierter und politisch wacher Spielplan“ sowie „eindrückliche Regiehandschriften“ hervorgehoben. Zuvor hatte das Opernhaus Zürich den Titel gewonnen.
Warum die Auszeichnung für Mainz wichtig ist
Für das Staatstheater Mainz stärkt die Wahl die überregionale Wahrnehmung. Für Besucherinnen und Besucher aus Rheinland-Pfalz ist sie zugleich ein Hinweis darauf, dass anspruchsvolles Musiktheater nicht nur an großen internationalen Häusern stattfindet, sondern auch im Südwesten sichtbar Maßstäbe setzt.
Weitere Entscheidungen der „Opernwelt“-Umfrage
Zum Regisseur des Jahres wurde Claus Guth ernannt. Er überzeugte die Kritikerinnen und Kritiker mit seinen „luziden Lesarten“ von Jean-Marie Leclairs „Scylla et Glaucus“ am Opernhaus Zürich und Brett Deans „Of One Blood“ an der Bayerischen Staatsoper in München.
Die neu komponierte Oper „Of One Blood“ wurde außerdem als Uraufführung des Jahres ausgezeichnet. Auch das Bühnenbild von Etienne Pluss wurde geehrt. Das Musiktheater des australischen Komponisten Brett Dean handelt von der englischen Königin Elizabeth I. und ihrer schottischen Rivalin Mary Stuart. Im Mai feierte das Werk seine Uraufführung.
Das sind die Stimmen des Jahres
Der Titel „Sänger des Jahres“ ging an Michael Spyres für seine Darbietungen als Walther von Stolzing in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und als Siegmund in „Die Walküre“ bei den Bayreuther Festspielen.
Zur Sängerin des Jahres wurde Elena Stikhina gewählt. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Interpretation der Jeanne in Tschaikowskys „Die Jungfrau von Orléans“ an der Nationale Opera & Ballett in Amsterdam. Als Dirigent des Jahres überzeugte Thomas Guggeis, Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt. Dort sahen die Expertinnen und Experten auch das Orchester des Jahres. Das Fachmagazin „Opernwelt“ befragt dafür jährlich Kritikerinnen und Kritiker in mehreren Kategorien. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |