Auf Schusters Rappen
Wanderung durch ein landschaftliches Juwel

„Heimspiel“ für Dieter Raudszus (Mitte): In den schützenswerten Landschaften rund um Bad Dürkheim kennt er sich bestens aus und versorgte die wetterfesten Wandersleut‘ mit hochinteressanten Informationen. Foto: privat
  • „Heimspiel“ für Dieter Raudszus (Mitte): In den schützenswerten Landschaften rund um Bad Dürkheim kennt er sich bestens aus und versorgte die wetterfesten Wandersleut‘ mit hochinteressanten Informationen. Foto: privat
  • hochgeladen von Udo Barth

Bad Dürkheim. Zur Wanderung des TV Ungstein schnürten die Mitglieder des TV Ungstein ihr festes Schuhwerk. Wanderführer Dieter Raudszus und Abteilungsleiter Roland Krauß waren von Beginn an zufrieden - konnten sie doch 30 Wanderfreunde und Gäste an diesem Tage begrüßen.

Los ging es am Sportheim des TV Ungstein. Obwohl einige Regenschauer die Tour begleiteten, wanderten die wetterfesten Teilnehmer von Ungstein zunächst über Kallstadt durch das Naturschutzgebiet Felsenberg-Berntal. Während der Tour wurde angeregt darüber diskutiert, warum heute in vielen Weinbergen die Ruten der Reben waagrecht und nicht im Bogen am Draht befestigt werden. Bewundert wurde in begrünten Weinbergen sowie an Rändern und Böschungen der in voller Blüte stehende „Doldige Milchstern“. Intensiv wurde auch nach dem Trassenverlauf der geplanten B 271 gefragt. Für die meisten Teilnehmer war es überraschend, in welch‘ geringem Maß die vorgesehene Brücke das Naturschutzgebiet tangiert. Einig waren sich indes wohl alle, dass sich durch die Brücke das Landschaftsbild verändern wird.

Interessant waren ebenso die Ausführungen des Wanderführers Dieter Raudszus zum Naturschutzgebiet, in dem er sich wohl auskennt wie kaum ein anderer. Ausführlich erläuterte er die geologischen Besonderheiten des Felsbergplateaus, das jedoch aufgrund des Reichtums an vielen seltenen Pflanzen nicht betreten werden darf. Einige davon, so Raudszus, kämen in der Pfalz nur hier vor oder seien auch von bundesweiter Bedeutung. Ähnliches gelte auch für die vielen und zum Teil sehr seltenen Wildbienen, Wespen, Schmetterlinge und Vögel. Diese ökologische Vielfalt sei ein besonderes Kennzeichen des Naturschutzgebietes.

Nach einer kleinen Rast im Leistadter Weingut Neu wanderte die Gruppe durch das Berntal zurück nach Ungstein. Bewundert wurden die zahlreichen - wegen der „Mannheimer Eidechsen“ wieder freigestellten – Mauern, die in früheren Zeiten mühselig an den Steilhängen errichtet worden sind. Insgesamt präsentierte sich die abwechslungsreiche Landschaft, die ihre jetzige Gestalt unter anderem der ehrenamtlichen Arbeit der POLLICHIA zu verdanken hat, als ein kleines Juwel inmitten des Rebenmeeres.

Am Ende des Tages waren man sich einig: Trotz des teils regnerischen Wetters war es eine kurzweilige und abwechslungsreiche Wanderung. Ein herzliches Dankeschön zollte man Wanderführer Dieter Raudszus für seine informativen und gut verständlichen Vorträge.
uba

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