Beinahe Opfer eines Trickbetrugs – Geldübergabe in letzter Minute verhindert
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Bad Dürkheim. Am Dienstag, 8. Juli 2025, wurde eine Seniorin aus dem Landkreis Bad Dürkheim gegen 17 Uhr beinahe Opfer eines perfiden Trickbetrugs.
Ein bislang unbekannter Täter rief die Frau an und gab sich als Polizeibeamter aus. Er behauptete, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine angebliche Inhaftierung zu verhindern, forderte er eine Kaution in Höhe von 70.000 Euro. Im Verlauf des Gesprächs gelang es dem Anrufer, das Vertrauen der Frau zu gewinnen und sie zur Geldübergabe zu bewegen. Zunächst wurde sie zum Amtsgericht, später zur Kreisverwaltung Bad Dürkheim gelotst.
Glücklicherweise informierte ihr Sohn rechtzeitig die Polizei. Die Beamten konnten die Frau vor der Kreisverwaltung antreffen – eine Geldübergabe fand nicht statt. Der Täter beendete das Gespräch sofort, als er bemerkte, dass die Polizei eingeschaltet war.
Im Rahmen einer Nahbereichsfahndung konnten keine weiteren Tatverdächtigen festgestellt werden. Die Kriminalpolizei Bad Dürkheim hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wurden ebenfalls Opfer eines solchen Betrugsversuches wurde, wendet sich bitte an die Polizei Bad Dürkheim unter der Telefonnummer 06322 963-0 oder per E-Mail an pibadduerkheim@polizei.rlp.de.
Warnhinweise der Polizei
Immer häufiger gehen bei der Polizei Meldungen über Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten ein. Häufig werden ältere Menschen angerufen, es werden Geschichten erfunden, um die Opfer unter Druck zu setzen und so an Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu gelangen.
Seien Sie misstrauisch und befolgen Sie folgende Tipps ihrer Polizei:
- Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selbst. Wenn möglich, wählen Sie bitte auch von einem anderen Telefon aus uns zurück.
- Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.
- Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten.
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie diesen Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie die Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!
- Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, zum Beispiel Nachbarn oder nahe Verwandte.
- Übergeben Sie unbekannten Personen kein Geld oder Wertsachen.
Weitere nützliche Informationen erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de oder auf ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle. POL-PDNW/bas
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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