Ergebnisse der „Sicherheitsbegehung“ am Berliner Platz vorgestellt
Wie kann man das Sicherheitsgefühl stärken?

Der Berliner Platz bei Dunkelheit.

Sicherheit. Welche Faktoren spielen eine Rolle, damit sich Menschen auf Straßen und Plätzen sicher und wohl fühlen? Was kann getan werden, um das Sicherheitsgefühl von Passantinnen und Passanten zu stärken? Diesen Fragen gingen die Stadt Ludwigshafen und das Polizeipräsidium Rheinpfalz nach. Sie luden im Januar zu einer „Sicherheitsbegehung“ am Berliner Platz ein. In der Sitzung des Rats für Kriminalitätsverhütung (KrimiRat) am Mittwoch, 8. Mai, stellten die Vorsitzenden des KrimiRats, Sozialdezernentin Beate Steeg und Polizeipräsident Thomas Ebling, die Ergebnisse der Begehung vor.

61 Teilnehmende an der Begehung füllten einen Fragebogen aus und gaben ihn zur Auswertung ab. Dabei waren die Hälfte der Teilnehmenden Männer, die andere Hälfte Frauen. Fast ein Drittel der Teilnehmenden war im Alter von 41 bis 60 Jahren. Die Mehrheit hält sich üblicherweise nur kurz am Berliner Platz zum Umsteigen auf Bus und Bahn auf.

Die Begehung im Januar führte über den Berliner Platz, zum Platanenhain, ein Stück durch die Ludwigstraße und die Bismarckstraße, ans Rheinufer (in Höhe des gelben Hauses), durch die Unterführung zur Walzmühle, zum Ernst-Bloch-Platz und zurück zum Ausgangspunkt am Faktorhaus. 56 Personen haben Angaben zum Sicherheitsempfinden tagsüber gemacht.

71 Prozent von ihnen gaben an, sich tagsüber am Berliner Platz beziehungsweise an den Orten der Begehung „sehr sicher“ zu fühlen. Insbesondere in der Bismarckstraße, in der Ludwigstraße und im Bereich der Straßenbahnhaltestelle verspürt die Mehrheit der Teilnehmenden zu keiner Tages- oder Nachtzeit Ängste.

Das Empfinden bei Dunkelheit ist, wie zu erwarten war, ein anderes. 53 Personen haben Angaben zum Empfinden bei Dunkelheit gemacht. Noch 17 Prozent davon gaben an, sich insgesamt „sehr sicher“ zu fühlen. Die meisten (43 Prozent) fühlten sich „eher unsicher“, „unsicher“ fühlten sich 21 Prozent und „sehr unsicher“ 19 Prozent. Dies ist scheinbar hauptsächlich auf die Beleuchtungssituation zurückzuführen. Eine mangelnde Beleuchtung nahmen die Teilnehmenden am Rheinufer, am Platanenhain, zwischen der Walzmühle und dem Ernst-Bloch-Platz und am Übergang zum Rheinufer war. Beim Punkt Empfehlungen gaben daher auch viele Teilnehmende an, die Beleuchtung solle verbessert werden. Des weiteren wünschen sich die Teilnehmenden unter anderem, dass es sauberer wird am Berliner Platz, dass das Erscheinungsbild insgesamt verbessert wird (so wünschen sie sich weniger Kneipen und Wettbüros im Umfeld des Berliner Platzes und mehr Grünflächen) und dass gegen Falschparker konsequent vorgegangen wird.

„Wir sind sehr dankbar für die Hinweise der Teilnehmenden. Zum einen stellen wir fest, dass der Berliner Platz besser zu sein scheint als sein Ruf, denn die Mehrheit der Teilnehmenden gab an, sich auf dem Platz selbst sicher zu fühlen. Gleichwohl haben uns die Teilnehmenden Hinweise gegeben, an welchen Stellen man nachbessern sollte durch eine bessere Beleuchtung, damit dunkle Angsträume erst gar nicht entstehen können. Diese Hinweise werde ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Stadtvorstand besprechen. Die angesprochenen Maßnahmen sind nur dezernatsübergreifend zu lösen“, sagt Sozialdezernentin Beate Steeg.

„Es ist eine Binsenweisheit, dass objektive und subjektive Sicherheitslage nicht deckungsgleich sein müssen. Ob sich Menschen an einer Örtlichkeit sicher fühlen, hat nicht zwingend etwas mit der Kriminalitätsbelastung zu tun. Unsere Aufgabe ist es aber, beides im Blick zu haben. Ich bin deshalb sehr froh, dass es uns gelungen ist, die Eindrücke der Teilnehmenden unmittelbar aufzunehmen. Direkter geht es nicht. Wir können vieles daraus lernen und ableiten“, ergänzt Polizeipräsident Thomas Ebling. ps

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