Handball TSG KETSCH/2.Bundesliga Damen
KETSCH as KETSCH can

Die Nummer 19 des TSV Ketsch, Sophia Sommerrock, wird in Richtung Philadelphia/USA verabschiedet. Plan:Abschluss ihres Bachelor Studiums des Wirtschafts- und Ingenieurwesens im NW der Vereinigten Staaten.. Sie spielte seit 2016 bei den Kurpfalzbärinnen, sie soll und will wiederkommen.
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  • Die Nummer 19 des TSV Ketsch, Sophia Sommerrock, wird in Richtung Philadelphia/USA verabschiedet. Plan:Abschluss ihres Bachelor Studiums des Wirtschafts- und Ingenieurwesens im NW der Vereinigten Staaten.. Sie spielte seit 2016 bei den Kurpfalzbärinnen, sie soll und will wiederkommen.
  • hochgeladen von Wolfgang Merkel

Die Kurpfalzbärinnen schlagen die HSG Gedern/Nidda klar mit 34:25 und stabilisieren Platz 2 in der zweiten Bundesliga Damenhandball

Sonntagnachmittag, 16 Uhr , die Ketscher Kurpfalzbärinnen treten auf ihrer POWER&SPEED Tour 2018/19 gegen die HSG Gedern/Nidda an, einen Abstiegskandidaten, der ums Überleben in der erstaunlich starken zweiten Bundesliga Damenhandball kämpft. Nachdem man , die Fahrtzeit zu den Heimspielen der Ketscher Damen hat sich durch die Brückensperrung bei Spyra verdoppelt, Platz genommen hat, seine Camera justiert hat, später im Verlaufe des Spiels immer mal wieder Perspektive und Seite der Halle gewechselt hat, kann es beginnen.
Und es beginnt für die Ketscher Damen eher unrund, die zwei Heimniederlagen gegen Nürtingen und Rödertal haben Spuren hinterlassen. Das berühmt - gefürchtete TEMPOSPIEL der Ketscher Ladies kommt während der ganzen ersten Halbzeit nicht so recht in Schwung, ungewohnte Flüchtigkeitsfehler... Konzentrationsschwächen.
Dem Gegner gelingt es, auch aufgrund der überragenden Leistungen von Kristin Amos (1), die in der ersten Hälfte im Zentrum & zentralen Rückraum nicht zu bremsen ist, den Abstand relativ gering zu halten, so dass die KurpfalzBärinnen nach einer Verschärfung des Tempos und Drucks vor der Pause nur mit 17:14 führen. Kristin Amos hat bis dahin bereits mehrfach eingenetzt, wirft auch jeden Siebenmeter und nutzt jede Gelegenheit, um im Rückraum, wenn sie denn freigesperrt ist oder scheint, zum Abschluß zu kommen. Die Ketscherinnen haben mit ihr durchaus ein Problem, das Pausen-Thema gewesen sein dürfte, denn sie wird im zweiten Part früher und aggressiver gepresst.

Bei Ketsch kommen Carmen Moser (77) und später Saskia Fackel (22) erst relativ spät im Verlauf der ersten Halbzeit zum Einsatz, sie fehlen zunächst und bringen, als sie auf der Platte sind, peu a peu mehr Solidiät und Dynamik ins Spiel der Ketscher Ladies. Auch gegen Abstiegskandidaten kann es sich der TSV nicht erlauben, auf sie zu verzichten oder sie durchgehend zu schonen für die großen kommenden Aufgaben. Saskia Fackel erzielt im Match 9 Treffer, davon 3 Siebenmeter.
Carmen Moser netzt 7 mal ein, Sina Michels 4 mal und die Regisseurin Samira Brand steuert 2 Treffer bei. Die weiteren Toschützinnen: Lena Feiniler (1), Lea Marmodee (1), Verena Oßwald (3), Elena Fabritz (3), Rebecca Engelhardt (2).

Klar war auch, um den Spielfaden wieder aufzunehmen, ein Spaziergang würde das auch in der zweiten Hälfte nicht werden, in der zunächst die starke Mittelfeldregisseurin Samira Brand, gebürtige Haßlocherin betonen die Hasalaha Fans der Ketscherinnen immer ganz gerne, nicht auf der Platte steht. Lea Marmodee ersetzt sie in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte, damit Samira Brand, die die erste Hälfte verteidigend auf halblinks und beim Angriff gestaltend in der Zentrale operierte, eine schöpferische Pause bekommen kann.
Denn klar ist, obschon die HSG Gedern/Nidda sich frauenhaft tapfer gegen den haushohen Favoriten zur Wehr setzt, Kristin Amos ein ums andere Mal hochsteigt, insgesamt 9 mal treffen wird (ihre Quote war vor dem Spiel bei 6.5 Treffern), aber längst nicht immer trifft, und obwohl Leonie Nowak am Kreis alles gibt, in der Schlussphase noch mal 3 Treffer erzielen wird, es wird nicht reichen, die Qualitätsunterschiede sind doch zu deutlich. Saskia Fackel, Carmen Moser und in der Schlußviertelstunde auch wieder Samira Brand machen mit der Brecherin auf links, Rebecca Engelhardt, dann den Unterschied.
Und ab der 40.Minute ist der Widerstand dann auch gebrochen, Ketsch zieht davon und wird am Ende aufgrund eines endlich wieder gezeigten Tempospiels das Spiel sicher mit 34:25 nach Hause bringen. Ab der 51. stand es dann 29:20, die Messe war gelesen, der Rest dann Schaulaufen vor dem tollen KurpfalzbärenPublikum. Aber !! : Noch in der 38. Minute hatte es 20:19 gestanden, die HSG/Gedern Nidda hatte sich erneut herangekämpft.
Großer und befreiter Jubel schon Minuten vor der SchlußSirene und Standing Ovations als die Frauenschaft , das Team, sich in ihrer sympathischen Art beim Ketscher Publikum, das wieder einmal alles gegeben hatte, um das TEAM zu unterstützen, bedankt und jede Ecke der Halle sich immer wieder bei ihrem tollen Publikum bedankend, abgrast. Großes Dankeschön der Fans auch an die Keeperin Sabine Stockhorst, die - wie gewohnt - einige Todsichere im Verlaufe des Spiels "getötet" hat, ein wesentlicher Beitrag zum klaren Sieg am Ende.
Im Anschluss wurde Sophia Sommerrock (2 Treffer), die relativ viel Einsatzzeit erhielt, nach drei Jahren bei der TSG (2016-2019) zum BachelorStudium in die USA (Philadelphia) verabschiedet.

In der anschließenden Pressekonferenz arbeitete Trainer Christian Breiler von der HSG Gedern/Nidda, die auf ihren 9 Pluspunkten kleben blieb, daß man 3 Siebenmeter liegen gelassen habe (2 durch die trotzdem überragende Kristin Amos, Anm. des Autors), dass man 4-5 Fehler zuviel gemacht habe, dass man seiner Meinung nach am Ende zu hoch verloren habe, dass aber der Sieg der Ketscherinnen aufgrund der zweiten Hälfte und der Schlußoffensive klar in Ordnung gehe.

Trainerin Katrin Schneider von den Ketscher Bären meinte, daß sie froh sei, daß ihr Team endlich mal wieder in der zweiten Hälftze ins a priori von ihr und dem TEAM gepflegte Tempospiel gekommen sei, was die Ketscher Frauenschaft so stark mache, ihr Erkennungsmerkmal und ihre absolute Stärke sei.
Das hing naturalmente auch damit zusammen, dass Carmen Moser und Saskia Fackel nun permanent im Spiel waren . In der letzten Viertelstunde kam auch wieder Mittelfeldregisseurin Samira Brand hinzu und auf links wirbelte jetzt in permanente Rebecca Engelhardt und Lena Feiniler lieferte sich am Kreis erbitterte Infights mit der HSG-Abwehr, was den ein oder anderen Siebenmeter abwarf.
Fazit: Hoch verdienter Arbeitssieg und Heimsieg. Wichtig, damit kein Heimspiel-Trauma aufkam, und die Punkte vor den entscheidenden Spielen eingefahren wurden.
Vorausschau: Jetzt geht es nach Herrenberg, wo ein Auswärtssieg Pflicht ist, dann kommen die zwei Heimspiele gegen den Tabellenletzten Trier und - absolutes Spitzenspiel - der TV Beyeröhde-Wuppertal, wo die Ladies sich mit einem Sieg von dem Verfolger absetzen könnten. Und nicht zu vergessen, mit nur 10 Minuspunkten lauert der FSV Mainz 05 ebenfalls auf einen Ausrutscher. Dort spielen die KurpfalzBären, nach dem Spiel aller Spiele zu Hause gegen Buchholz 08 - Rosengarten (27.04. um 18 Uhr), am 4.5. um 19:00. Vormerken als Auswärtspartie, zu der man als Supporter fahren sollte. Ein sog. MUST HAVE für Ketscher Verhältnisse.

1) aus dem "jagdblatt" der kurpfalzbären/ einem Flyer, der vor dem Spielen ausliegt: "Am auffälligsten agierten (bei Gedern/Nidda, e.Anm.) bislang die hoch aufgeschossene KRISTIN AMOS als Rückraumschützin-fünftbeste Schützin der Liga mit 6,5 Toren im Schnitt - und die unermüdlich rackernde Kreisläuferin LEONIE NOWAK."

Text+Fotos: Wolfgang Merkel/Free German Press

Autor:

Wolfgang Merkel aus Haßloch

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