Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ im Historischen Museum der Pfalz verlängert
Römischer Kaiser „Valentinian I.“ bleibt bis 15. März 2020 in Speyer

Der vermutlich aus Rom und der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts stammende Porträtkopf eines Kaisers, vermutlich Valentinian I.
4Bilder
  • Der vermutlich aus Rom und der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts stammende Porträtkopf eines Kaisers, vermutlich Valentinian I.
  • Foto: O. Haupt
  • hochgeladen von Jessica Bader

Speyer. Aufgrund des regen Besucherinteresses zur Ausstellung hat sich das Historische Museum der Pfalz Speyer entschieden, die Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ bis zum 15. März 2020 zu verlängern.
Museumsdirektor Alexander Schubert sagte: „Kaiser Valentinians Bekanntheit steigt mit der Ausstellung merklich. Bisher brachten die meisten Besucher Speyer mit den mittelalterlichen, im Dom bestatteten, Kaisern in Verbindung. Dass auch ein spätrömischer Kaiser in Speyer und der Pfalz Geschichte geschrieben hat, ist deshalb für viele besonders spannend“.
Mit der Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“ rückt das Historische Museum der Pfalz einen Zeitabschnitt in den Fokus des Interesses, der in der Region viele Spuren hinterlassen hat. Aktuelle Forschungsergebnisse bezeugen in dem Gebiet der heutigen Pfalz eine dicht besiedelte Landschaft mit zahlreichen größeren und kleineren Städten, befestigten Siedlungen und eindrucksvollen landwirtschaftlichen Betrieben. Die Pfalz erfuhr für kurze Zeit eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte. Doch nach dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung im fünften Jahrhundert nach Christus fand auch diese allmählich ein Ende.
Die Ausstellung präsentiert auf 150 Quadratmetern rund 65 herausragende Fundkomplexe und Einzelexponate der Spätantike. Neben dem Brotstempel von Eisenberg – das älteste Zeugnis des frühen Christentums in der Pfalz und Teil der Sammlung des Historischen Museums der Pfalz – zeigt die Ausstellung noch bis einschließlich 16. Juni den weltweit einzigartigen Prachtstuhl aus dem Schatzfund von Rülzheim. Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass der reich verzierte Klappstuhl einst für eine höher gestellte weibliche Person angefertigt wurde. Zahlreiche archäologische Funde aus Gräbern und militärischen und zivilen Siedlungen, umfangreiche Hortfunde sowie interaktive multimediale Elemente geben den Ausstellungsbesuchern einen tieferen Einblick in die Umbruchszeit des vierten und fünften Jahrhunderts nach Christus.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer und dem Heidelberg Center for Cultural Heritage der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (HCCH). Die enge Zusammenarbeit der Partner ermöglichte die Einbindung neuester Forschungsresultate und aktueller Grabungsergebnisse, die zum Teil erstmalig öffentlich präsentiert und in der Begleitpublikation vorgestellt werden.
Ab 24. Juni ist der Prachtstuhl gemeinsam mit dem Hortfund von Rülzheim in der Ausstellung „vorZeiten – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel“ im Landesmuseum Koblenz zu sehen. ps

Weitere Informationen:
Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags, an Feiertagen auch montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen