Tipps für Terrasse und Garten
Barrierefrei wohnen

Hochbeete lassen Narzissen besonders gut zur Geltung kommen.
  • Hochbeete lassen Narzissen besonders gut zur Geltung kommen.
  • Foto: Radfotosonn/Pixabay
  • hochgeladen von Christopher Gödtel

Garten. Was gibt es Schöneres, als im Sommer die eigenen vier Wände zu verlassen und Sonne, Wärme, Formen-, Farb- und Duftvielfalt auf der Terrasse und im Garten zu genießen? Doch für manche Menschen ist schon die Schwelle der Terrassentür eine erste Hürde. Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt Tipps, wie Terrasse und Garten genutzt werden können, ohne Schwellen und Hindernisse.

Gerade bei Neubauten sollten unbedingt im Vorfeld schwellenfreie Ausgänge im Detail geplant werden. Dazu gehört auch der Übergang von der Wohnung zur Terrasse. Oft werben Türhersteller mit der „barrierefreien Schwelle“, die häufig aber zwei Zentimeter hoch ist und eine Stolpergefahr bedeutet. Wenn sich in bestehenden Gebäuden die bauliche Situation nicht ändern lässt, gibt es portable, zusammensteckbare oder klappbare Rampen, die sich leicht anlegen lassen und einen sicheren Übergang von innen nach außen und umgekehrt gewährleisten.

Doch auch im Garten lauern Tücken: Gartenmöbel müssen stabil und sicher sein. Gartenstühle sollten Armlehnen zum besseren Abstützen haben und Tische unterfahrbar sein. Sonnenschirme sind oft schon von nicht beeinträchtigten Menschen schwer zu öffnen, deshalb empfiehlt sich eine Sonnenmarkise zum Ausfahren mit einer Kurbel oder einem automatischen Antrieb.

Gepflasterte ebenerdige Wege und Plätze gliedern den Garten und gewährleisten einen unkomplizierten Zugang zu Beeten und Rasenflächen. Hier sollte man unbedingt auf unebenes Kopfsteinpflaster verzichten, da es die Gefahr von Ausrutschen und Stolpern verstärkt. Auch sandgebundene Wege neigen bei Nässe zum Aufweichen und bilden einen unsicheren Untergrund. Eine gezielte Ausleuchtung des Gartens setzt Akzente und schafft Sicherheit bei abendlicher Nutzung.

Für das Anpflanzen, Pflegen und Ernten von Nutzpflanzen wie Salat, Kräuter oder Erdbeeren bietet der Markt unterfahrbare Hochbeete. Teilversenkte Kompostbehälter erleichtern das Einfüllen von Schnittgut. Immergrüne, robuste und langsam wachsende Gehölze sind über das Jahr hinweg pflegeleicht, bieten eine Struktur im Garten und lassen wiederkehrende Zwiebelpflanzen wie Narzissen und Tulpen gut zur Geltung kommen. Hilfreich kann ein fest installiertes Bewässerungssystem sein, welches sich von zentraler und gut zugänglicher Stelle steuern lässt.

Viele Möglichkeiten, aber auch viele Stolpersteine: Eine fachkundige Beratung zum barrierefreien Wohnen ist der erste Schritt zum barrierefreien Zuhause und kann das Leben deutlich erleichtern. Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen bietet umfassende Beratungen an, Architekten erklären, welche Flächen, Maße und Details erforderlich sind. Sie informieren zu Wohnräumen und Sanitärbereichen sowie zu finanziellen Fördermöglichkeiten, sowohl beim Neubau als auch bei einer Umbaumaßnahme. Die Beratung ist kostenlos und firmenneutral und kann auf Wunsch auch bei den Ratsuchenden zuhause stattfinden. ps

Weitere Informationen: 
Die nächsten Beratungstermine in Pirmasens finden am Montag, 12. August, von 14 bis 17 Uhr in der Verbraucherzentrale Pirmasens, Exerzierplatzstraße 1 statt.
Terminvereinbarung ist unter der Rufnummer 06331 12160 oder per E-Mail an barrierefrei-wohnen@vz-rlp.de möglich. Weitere Informationen unter www.barrierefrei-rlp.de.

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