Kurz angemerkt
"Heimat First"?!

„Heimat“ ist in aller Munde. Das Schlagwort legt sein altbackenes und verstaubtes Image ab und genießt Kultstatus. Der Trend geht zurück zur eigenen Scholle, zu den Wurzeln der Kindheit und zu einem Stück Geborgenheit in einer High-Tec-Welt, in der die Anonymität immer größer wird.
Auch die Bundesregierung hat reagiert und dem Innen- das Prädikat Heimatminister verliehen. Horst Seehofer, der Urbayer „zwischen Lederhose und Laptop“ versteht die Angst der „Einheimischen“. Wochenlang rührte er in der „Asylpolitiksuppe“, ohne sie jemals anbrennen zu lassen. Wie sein „Spezl“, Sternekoch Alfons Schubeck, streut der Mann mit der kernigen Sprache gerne mal eine kräftige Prise „Chilisalz“ ins Essen. Damit es ja nicht fad wird im politischen Berlin.
Zurück in die Heimat, die auch der Industrie- und Handelskammer am Herzen liegt. Mit einer gezielten Einkaufskampagne soll dem Aussterben der Innenstädte Paroli geboten werden. Kauf im Internet kann zwar keiner verbieten, doch das Angebot der Einzelhändler in der City sollte nicht verschmäht werden. Das ist die Botschaft von „Heimat shoppen“ am 7. und 8. September in Pirmasens.
Drehen wir die Schraube noch ein Stück weiter: Für 2019 hat das Land den Kultursommer unter das Leitmotiv „Heimat(en)“ gestellt. Damit will man das neue Bewusstsein auf künstlerische Weise dokumentieren und feiern.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn Werte wie Heimat plötzlich wieder an Bedeutung gewinnen. Man muss es ja nicht so krass sehen, wie US-Präsident Trump mit seinem Wahlspruch „America First“. Aber eine Kehrtwende tut einfach gut. Vielleicht ist ja bei der (ferngesteuerten) Menschheit doch nicht „Hopfen und Malz“ verloren? Andrea Kling

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