Sirenen und Warn-Apps werden getestet – Warntag in Neustadt
- Warn-Apps auf dem Smartphone
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Neustadt. Am Donnerstag, 12. März, beteiligt sich auch die Stadt Neustadt an der Weinstraße am landesweiten Warntag in Rheinland-Pfalz. Ab 10 Uhr werden die Warnsysteme der Stadt getestet, darunter Sirenen, Handyalarmierungen und Warn-Apps. Ziel ist es, Bevölkerung und Behörden für Katastrophen- und Zivilschutzfälle zu sensibilisieren.
Neustadt testet Sirenen und Warnsysteme am Warntag
Neustadt an der Weinstraße beteiligt sich am landesweiten Warntag am Donnerstag, 12. März. Die Stadtverwaltung arbeitet dabei eng mit der Feuerwehreinsatzzentrale sowie der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz zusammen. Ziel der Aktion ist es, die bestehenden Warnsysteme zu überprüfen und die Bevölkerung auf Katastrophen- und Zivilschutzfälle vorzubereiten.
Ablauf des Probealarms
Die Probewarnung wird gegen 10 Uhr in ganz Rheinland-Pfalz ausgelöst. Zum Einsatz kommen verschiedene Warnmittel: Sirenen, Textmeldungen direkt aufs Handy über Cell-Broadcast, die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie Radioansagen. Die Entwarnung erfolgt um 10.45 Uhr über dieselben Kanäle.
Wichtiger Test für das Sirenennetz
Der Warntag dient auch als Testlauf für die städtischen Sirenen. Das Neustadter Sirenennetz wurde 2023 umfassend modernisiert, um die Warnabdeckung im gesamten Stadtgebiet, einschließlich der Ortsteile, zu verbessern. Die meisten Sirenen sind für alle gängigen modernen Alarmierungssysteme geeignet.
Bedeutung der Signale
- Auf- und abschwellender Heulton (ca. 1 Minute): Warnung vor akuter Gefahr – Fenster und Türen schließen, Radio einschalten, behördliche Informationen beachten.
- Dreimaliger Dauerton (je 12 Sekunden): Feueralarm – ausschließlich zur Alarmierung der Feuerwehr, keine Handlung für die Bevölkerung erforderlich.
- Gleichbleibender Dauerton (ca. 1 Minute): Entwarnung – Gefahr ist beendet, frühere Anweisungen aufgehoben.
Weitere Warnmittel in Neustadt
- Cell-Broadcast: Sendet Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone, keine App erforderlich. Ältere Geräte oder veraltete Software unterstützen dies möglicherweise nicht.
- Warn-Apps KATWARN und NINA: Empfangen ortsbasierte Meldungen mit Handlungsempfehlungen. KATWARN kann alternativ per SMS genutzt werden. Infos unter www.katwarn.de
- Rundfunk (Radio & Fernsehen): Durchsagen bei Krisen und Gefahrenlagen.
- Lautsprecherdurchsagen: Nur bei Bedarf.
Gefahrenlagen und Verhalten im Alarmfall
Warnungen werden bei Großbränden, Unwettern, Gefahrstoffaustritten, Bombenentschärfungen, Terror- oder Amoklagen sowie Stromausfällen ausgelöst. Grundregeln bei einem Alarm: Ruhe bewahren, Gebäude aufsuchen, Fenster und Türen schließen, Lüftungsanlagen abschalten, Radio einschalten, Nachbarschaft informieren, Notrufnummern nur im akuten Notfall nutzen (110/112).
Weitere Informationen finden sich unter www.neustadt.eu/katastrophenschutz sowie speziell zum landesweiten Warntag unter https://bks-portal.rlp.de/startseite/gefahrenabwehr/warnung. Ergänzende Hinweise bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) unter www.bbk.bund.de
Autor:Eva Bender aus Neustadt/Weinstraße |
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