Neustadt: Landesgartenschau wird teurer – 2,7 Millionen mehr
- In Rheinland-Pfalz fanden bislang vier Landesgartenschauen statt. (Archivbild)
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Neustadt an der Weinstraße. Für Bürger und Haushalt der Stadt wird die Landesgartenschau spürbar teurer. Durch eine mögliche Verschiebung des Starts auf 2028 steigen die Kosten um rund 2,7 Millionen Euro – Auslöser ist die Insolvenz einer Baufirma, die den Zeitplan ausbremst.
Das Land Rheinland-Pfalz prüft nach Angaben des Wirtschaftsministeriums einen Start ein Jahr später. Die Mehrkosten beziffert das Ministerium mit Verweis auf die Organisatoren. Auslöser war eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Martin Louis Schmidt.
Kostenrisiko wächst durch Bauverzug
Die Stadt Neustadt an der Weinstraße trägt bereits hohe Lasten für die Vorbereitung der Blumenschau. Verzögerungen erhöhen Planungs‑, Bau‑ und Betriebskosten. Für Anwohner bedeutet das: weniger finanzieller Spielraum für andere Projekte, solange die Landesgartenschau vorbereitet wird.
Zuschuss soll steigende Baukosten abfedern
Das Land hatte der Ausrichterstadt bereits im vergangenen Frühjahr zusätzliche 5,4 Millionen Euro zugesagt. Damit stiegen die Landesmittel auf insgesamt 23 Millionen Euro. Die Stadt hatte wegen deutlich höherer Baukosten um mehr Unterstützung gebeten.
Einordnung: Gartenschauen im Land
In Rheinland-Pfalz gab es bislang vier Landesgartenschauen: in Kaiserslautern, Trier, Bingen und Landau. Eine geplante Schau in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde nach der Flut abgesagt. Die nächste Bundesgartenschau im Land ist nach bisherigen Planungen für das Obere Mittelrheintal vorgesehen. dpa
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |