Spektakuläres Naturschauspiel am Wolfsburgbrunnen
Lurchis Kinderstube

Foto: Markus Pacher
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Von Markus Pacher

Neustadt. Ein einmaliges Naturschauspiel erleben zur Zeit Spaziergänger auf ihrem Weg zur Wolfsburg bei Neustadt. Etwa fünfzig Feuersalamander Babys tummeln sich momentan im Becken des unterhalb der Burg gelegenen Wolfsburgbrunnens. Es wird dringend gebeten, die Tiere lediglich zu beobachten und sie nicht in ihrer Ruhe zu stören.

Von "Feuermolch" bis "Regenmolli"

Feuermolch, Erdmolch, Erdsalamander, Regenmolch, Regenmännchen, Gelber Schneider, Bergnarr, Wegnarr, Regenmolli oder Tattermandl - der Feuersalamander ist unter vielen volkstümlichen Namen bekannt. 2016 wurde der das wunderschöne Tier  in Deutschland zum Reptil/Lurch des Jahres gewählt.

Werbe-Ikone "Lurchi"

Als Werbeikone „Lurchi“ der Schuhmarke Salamander ist das eigenartige, sich zwischen Amphibie und Reptil bewegende Wesen, vielen Menschen ein Begriff. Zu finden ist der Feuersalamander häufig in feuchten Waldgebieten. Im Gegensatz zu anderen Lurchen legt der Feuersalamander in der Regel keine Eier, sondern weit entwickelte, kiementragende Larven im Wasser ab. Beides trifft auf den Bestand im Wolfburgbrunnen zu.

Mini-Drache mit Warnweste

Mit seiner stattlichen Größe von 14 bis 20 Zentimetern zählt der Feuersalamander zu den größten heimischen Schwanzlurchen. Seine Hautzeichnung ist schwarz glänzend mit einem auffällig gelborangem Flecken- /Streifenmuster auf der Oberseite.

In ganz Europa verbreitet

Der Feuersalamander ist in ganz Europa verbreitet. Gebietsspezifisch taucht er in verschiedene Varianten auf. In Deutschland existiert die gebänderte Unterart (S. salamandra terrestris) und die gefleckte Nominatform (S. salamandra salamandra). 

Achtung giftig!

Wenn man die Haut der Feuersalamander berührt, was man tunlichst unterlasen sollte, stößt das Tier ein giftiges Sekret aus, das ein leichtes Brennen auf der Haut verursacht und bei empfindlichen Personen und Kleinkindern auch zu Übelkeit, Atembeschwerden und Erbrechen führen kann. Tragischere Konsequenzen hat die Kontaktaufnahme mit Salamandern bei jungen Hunden und unerfahrenen Katzen, die diese als Spiel- oder Beuteobjekte schätzen und in letzteren Fall dafür mit Maulsperre, Genickstarre oder starkem Speichelfluss bestraft werden, manchmal auch mit dem Leben dafür bezahlen müssen. Feuersalamander müssen sich in gewissen Abständen häuten und können bis zu fünfzig Jahre alt werden. Zum ihrem Nahrungsspektrum zählen Asseln, Käfer, Schnecken, Regenwürmer sowie kleine Frösche und Lurche.

Bestand der Salamander bedroht 

Durch den Ausbau und die Begradigung von Bächen ist der Bestand an Feuersalamandern stark bedroht. Eine erhebliches Problem stellt darüber hinaus die Verschmutzung der Fortpflanzungsgewässer und der Straßenverkehr dar. pac

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Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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